STONE - Autonomy
Mehr über Stone
- Genre:
- Rock / Alternative
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- V2 Records
- Release:
- 20.02.2026
- Autonomy
- Monkey See Monkey Do
- Stack Up The Reasons
- Rockmount
- Never Again
- Blackstripes
- Money (Hope Ain't Gone)
- Moulin Rouge
- Sweet Heroine
- Picture
- Truman
- Autonomous
- Freezing
Einfach tolle britische Rockmusik!
Irgendetwas muss auf den britischen Inseln im Trinkwasser sein, denn die Dichte an tollen Alternative- und Indie-Rockbands, die diese Region hervorgebracht hat, ist schon bemerkenswert. STONE aus Liverpool ist nun angetreten, um diese Aussage weiter zu unterstreichen, denn das, was das Quartett auf seinem zweiten Langspieler "Autonomy" im Angebot hat, ist für eine noch recht junge Truppe mehr als stark.
Doch ich greife vor, lasst uns stattdessen mit dem ersten Song und gleichzeitig Titeltrack beginnen, der eigentlich schon perfekt auf den Punkt bringt, was STONE ausmacht. Die flotte und unfassbar prägnante Nummer ist dabei durch und durch britisch geprägt, schielt aber nicht nur auf ein Vorbild, sondern verschmilzt vielmehr gekonnt all das, was in Großbritannien seit den Achtzigern in Sachen Gitarrenmusik passiert ist. So schimmert in der melancholischen Grundstimmung durchaus das Erbe von THE SMITHS durch, während die moderne Herangehensweise auch an Kollegen wie BIFFY CLYRO denken lässt. Wenn sich der hymnische Refrain allerdings aufschwingt, und die Gitarren mit ausladenden Akkorden aufwarten, dann ist der Bezug zum Britpop und vor allem den Genre-Göttern OASIS kaum von der Hand zu weisen. In Kombination ergibt das eine grandiose Rocknummer, die sich schon nach einem Durchlauf im Gedächtnis festbeißt und einfach jede Menge Spaß macht.
Und das Beste daran? Die Eröffnungsnummer bleibt beileibe kein Hit-Ausreißer, sondern spielt eigentlich nur den Dosenöffner für ein Feuerwerk von Ohrwürmern, das die Briten danach zünden. Dabei ist 'Monkey See Monkey Do' mit unter zwei Minuten Spielzeit und Post-Punk-Attitüde ein richtig bissiger kleiner Song-Rottweiler, der schnell an den Rändern des Langzeitgedächtnisses nagt, während sich 'Stack Up The Reasons' wieder als herrlich rockende Hymne entpuppt, bei der dann gerade gesanglich die Parallelen zu Liam Gallagher fast schon überdeutlich werden. Trotzdem hat die Nummer erneut einen sperrigen Unterton, was für genügend Abwechslung sorgt. Sperrigkeit prägt auch den folgenden Zwischenspurt aus 'Never Again' und 'Blackstripes', bei dem richtig wüst gerockt wird, ohne dass dem Sound von STONE die Prägnanz abhanden kommen würde. Mit 'Money (Hope Ain't Gone)' und 'Sweet Heroine' findet der Vierer aber schnell wieder in die Hit-Spur zurück und serviert uns zwei weitere Ohrwürmer, sodass am Ende eigentlich nur 'Moulin Rouge' als eigenartig vertrackter und fast schon unfertiger Track einen minimalen Kratzer im ansonsten überzeugenden Songwriting der Briten hinterlässt.
Ihr hört es schon, als Liebhaber der britischen Rockmusik habe ich in STONE einen Newcomer gefunden, den ich ganz sicher auf dem Schirm behalten werde. Das Schöne dabei ist, dass man "Autonomy" allerdings nicht als Verprechen für die Zukunft verstehen muss, sondern hier bereits blind zuschlagen kann, denn auch wenn es hinten heraus minimale Längen gibt, überwiegt die Anzahl von Hits doch deutlich und macht das Zweitwerk zu einem Album, das man unbedingt einmal gehört haben sollte.
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Tobias Dahs


