SONS OF ETERNITY - Human Beast
Mehr über Sons Of Eternity
- Genre:
- Heavy Metal / Power Metal
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Massacre Records
- Release:
- 27.03.2026
- Sons Of Eternity
- Forever
- Resistance
- When Fantasy Dies
- Human Beast
- The Line
- Fight
- Tearing Down The Walls
- Abyss Of Life
Solider, aber letztlich nicht wirklich mitreißender Heavy Metal aus Würzburg.
Die Söhne der Ewigkeit haben sich im Jahr 2023 in Würzburg zusammengefunden, doch alle beteiligte Musiker sind keinesfalls Neulinge im Metal-Geschäft, sondern haben sich schon in diversen Bands ihre Sporen verdient. Gitarrist Jonas Roßner, der ehemals bei BEYOND THE BLACK in die Saiten griff, dürfte dabei der bekannteste Name sein, wobei auch Freddy Müller-Schartls ehemalige Kapelle METALFORCE in der neu benannten Variante als MAJESTY eine feste Größe der hiesigen Stahlszene ist. Bei soviel Erfahrung dürfte es nicht überraschen, dass SONS OF ETERNITY mit dem Debüt "End Of Silence" erste Achtungserfolge und einen Deal mit Massacre Records einfahren konnte. Das bekannte Metallabel veröffentlicht nun auch das Zweitwerk "Human Beast", das auf dem Erfolg des Debüts aufbauen will.
Musikalisch wird uns dabei ein gefälliger Mix aus Heavy und Power Metal serviert, der sich insbesondere auf die Kraft der Gitarren stützt, die mit Soli und Riffs das Fundament des Bandsounds bilden. Dazu kommt Fronter Matthias Schenk, der mit seiner recht rockigen und herben Stimme wohltuend Abstand von kitschigen Power-Metal-Gefilden hält und insgesamt gut in den erdigen Gesamtsound passt. Mit diesen Zutaten brauen die Würzburger die eröffnende Bandhymne 'Sons Of Eternity' zusammen, die gerade auf Seite der Sechssaiter überzeugen kann und sich als erste gute Probe für die Nackenmuskeln positioniert. Den Sprung über die Hit-Schwelle schafft der Track allerdings nicht, denn nach gut strukturiertem Aufbau des Spannungsbogens in der Strophe, entlädt sich das Ganze leider nicht im erwartet hymnischen Refrain, denn selbiger geht beim Metrum doch etwas zu vertrackt vor und fräst sich daher nicht gerade nachhaltig in die Gehirnwindungen.
Und auch im weiteren Verlauf ist es mit Sicherheit nicht das tadellose Handwerk, das SONS OF ETERNITY hier in allen Belangen auf Platte gebannt hat, das verhindert, dass sich "Human Beast" als potentieller Klassiker etablieren kann. Nein, für mich bleibt es die Wahl der Gesangslinien, die immer etwas sperrig wirken und nicht die letzten hymnischen Qualitäten mitbringen, die man in diesem Sektor braucht, um sich gegen die starke Konkurrenz behaupten zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass auch die Riffs manchmal etwas zu vertraut wirken und sich nicht wirklich von der eben erwähnten Masse der Genre-Kollegen abheben können, um die Söhne der Ewigkeit als eigenständige Entität zu etablieren.
Gleichermaßen sollen diese Kritikpunkte allerdings auch keinesfalls "Human Beast" in ein zu schlechtes Licht rücken, denn insgesamt haben wir es hier schlicht und ergreifend mit einem soliden Heavy-Metal-Release zu tun, der in seinen besten Momenten dicht am Aufstieg in die erste Liga kratzt. 'Forever' etwa ist ein klares Highlight der Scheibe, welches das Können der gesamten Band präsentiert, und auch 'Tearing Down The Walls' hat zahlreiche gute Ideen aufzuweisen, wobei mir vor allem der sehr dynamische Aufbau des Tracks gefällt.
Am Ende bleibt "Human Beast" aber dennoch eines dieser Alben, das zwischen 6,5 und sieben Zählern auf unserer Notenskala pendelt. Gerade aus handwerklicher Sicht ist die Scheibe nämlich weit mehr als nur solide und in den besten Momenten sogar ein richtig gutes Album. Wirklich mitreißen oder den Wunsch wecken, den Silberling auch dauerhaft im Player rotieren zu lassen, konnte das Songmaterial aber nicht, weshalb ich schlussendlich zu sechseinhalb Punkten greifen muss.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Tobias Dahs


