SALOS - A Slaughter For The Empire
Mehr über Salos
- Genre:
- Post Metal / Instrumental
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Eigenproduktion
- Release:
- 13.03.2026
- Hvitserkur
- Leviathan
- Arches
- Slaughter
- Sagittarius
- We Deteriorate
- Nathaivel
Instrumentaler Post Rock, wie man ihn sich nur wünschen kann!
Dass man in diesem aktuell wirklich immens großen Wust rein instrumentaler Post-Metal-Alben den Überblick verliert, ist sicherlich kein Zeichen fortschreitenden Alters, sondern eher ein Spiegelbild der weiterhin anhaltenden Release-Flut, die seit geraumer Zeit den Markt überspült und neben vielen Hochkarätern oftmals auch eher Zweitklassiges oder gar ziemlichen Schrott an Land bringt. Glücklicherweise dürfen sich die beiden Musiker von SALOS zur erstgenannten Kategorie hinzurechnen, liefern sie auf ihrem aktuellen Album doch mehr als eine Handvoll spannender, stimmungsvoller und durchgehend melodischer Songs ab, die sich zwar inhaltlich nicht so weit vom derzeitigen Konsens der Szene entfernen, in der Detailarbeit aber die entscheidenden Akzente setzen und zuletzt vor allem mit einer abwechslungsreichen Darbietung punkten. Genau das reicht manchmal schon aus, um sich problemlos aus dem Durchschnitt zu erheben!
Musikalisch nähern sich die beiden Griechen gelegentlich auch dem Filmscore-Segment, soll heißen gerade in den etwas verhalteneren Momenten hat man viele cineastische Augenblicke aus dem Bereich der Dramenkultur vor seinem geistigen Auge, die dann von einigen ziemlich scharfen, actionreichen Kontrasten jedoch wieder weggespült werden und Raum für die wahren Aufreger auf "A Slaughter For The Empire" machen. Im weitesten Sinne ist in den neuen Songs nämlich immer Abenteuerliches geboten, soll heißen die Nummern sind lebendig, ziehen sich nur selten in ein vermeintlich introvertiertes Setting zurück, reizen das Spiel mit der Dynamik folglich aber auch so weit wie möglich aus - auditives Kinofeeling ständig inklusive.
Man hat schlussendlich nicht dieses Gefühl, dass bei SALOS irgendetwas fehlt, schon mal gar nicht eine vokale Unterstützung, weil die Spannungsbögen Potenzial haben und dieses auch nutzen. Daher braucht es auch keine weiteren Alleinstellungsmerkmale, weil auf "A Slaughter For The Empire" alles von der Performance und den feinen Twists im Songwriting geregelt wird. Für meinen Geschmack muss instrumentale moderne Rockmusik genau so klingen!
Einen Bonuspunkt erhält das feine Package noch für das grandiose Artwork, welches sicher entschädigt hätte, wäre das Material nicht so erbaulich. Da jedoch beides passt, gehen die Daumen beide nach oben und danken den Musikern von SALOS für einen wirklich tollen Exkurs. Wenn jetzt noch ein Shirt zum Album herauskommt, bin ich vollends glücklich!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


