DEATH OF YOUTH - Nothing Is The Same Anymore
Mehr über Death Of Youth
- Genre:
- (Post-) Hardcore / Screamo
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Dancing Rabbit Records
- Release:
- 16.02.2026
- Desensitised
- Rumination
- Fix Your Heart or Die
- Bystander
- The Inverse of Patriotism
- Invertebrate
- Performance Art
- Castle Rock
- Nothing Is The Same Anymore
Britischer Morgennebel in Tonform, verzweifelt und modern.
Die Londoner Band DEATH OF YOUTH hat nach zwei EPs und nach sieben Jahren seit der Bandgründung ihr Debütalbum im Kasten und bietet uns eine spannende Mischung, die ein wenig abseits meiner üblichen Hörgewohnheiten lärmt. Ich erkenne Hardcore, Punk, Emo und einen großen Schuss Post-Hardcore, verteilt auf neun Stücke, die, treu zu den erstgenannten Genres, in knapp über vierundzwanzig Minuten über die Ziellinie gehen.
Dabei war es nicht klar, ob genannten EPs überhaupt noch etwas folgen würde, hatte sich die Band doch noch bis vor Kurzem in einer Auszeit befunden, was häufig ein anderes Wort ist für "gehen Sie weiter, hier gibt es nichts mehr zu sehen". Doch Bandleader Rob Davis hat eine Truppe um sich geschart, um aus dem Heimprojekt eine echte Band zu formen, mit der er sogar schon Live-Auftritte absolviert hat. Er meint es wohl wirklich ernst.
Die neun Stücke greifen sich in unterschiedlichen Dosen Teile der oben aufgezählten musikalischen Spielarten und schaffen es, trotz der meist kurzen Spieldauer in nahezu allen Stücken, prominent im Opener 'Desensitised', 'Invertebrate', 'Performance Art' oder der Single 'Fix Your Heart Or Die' postrockige Elemente zu integrieren, was ihren Core-Stil angenehm abhebt. Einflüsse von Alternative Rock sind ebenfalls zu hören, an der Menge der Aufzählungen für so ein kurzes Album hört man bereits, dass es einiges zu entdecken gibt zwischen ruhigen Emo-Songs und Ausbrüchen wie dem kurzen, fetten 'The Inverse Of Patriotism'.
Der Kitt zwischen den Liedern und Stilen ist Frontschreihals Davis, dessen verzweifeltes Organ allerdings etwas eindimensional ist und leider die Lyrik schwierig zu verstehen macht. Leider, weil man thematisch auf der Höhe der Zeit unterwegs ist, wie mir die Beschreibung des Promozettels sagt, so geht es in 'Fix Your Heart Or Die' um Transgender-Rechte und in 'Desensitised' um Gewalt gegen Frauen. Verstehen kann ich das leider nicht und da ich nur einen Download habe, weiß ich auch nicht, ob man das irgendwo mit- oder nachlesen kann.
Der Promozettel zieht Vergleiche zu TOUCHÉ AMORÉ, DEPARTURES und LA DISPUTE, Bands, von denen ich noch nie gehört habe, deswegen zitiere ich diese Vergleiche hier, vielleicht kann ja jemand damit etwas anfangen. Ich werde mir die drei Genannten auf jeden Fall mal anhören, denn "Nothing Is The Same Anymore" ist ein spannendes Stück Musik für die grauen Stunden des Lebens. Es scheint, als würde es sich lohnen, hier mal tiefer einzusteigen.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Frank Jaeger


