IRON MAIDEN - Iron Maiden
Mehr über Iron Maiden
- Genre:
- Heavy Metal
- ∅-Note:
- 10.00
- Label:
- EMI
- Release:
- 14.04.1980
- Prowler
- Remember Tomorrow
- Running Free
- Phantom Of The Opera
- Transylvania
- Strange World
- Charlotte The Harlot
- Iron Maiden
You've been living so long in hiding, in hiding behind that false mask...
Vor sechsundvierzig Jahren erschien das Debüt einer Band, die Geschichte schreiben sollte: IRON MAIDEN. Nach der Veröffentlichung diverser Singles schockte und verblüffte die Truppe aus der aufstrebenden NWoBHM mit einem Gruselcover um das spätere Maskottchen Eddie und verspielten Songs, wie sie so noch nicht zu hören waren, die Rockwelt.
Das selbstbetitelte erste, von Martin Birch mit Wumms produzierte Album eröffnete mit 'Prowler' ganz großartig: Das schiefe Riffing, der aggressive Gesang von Paul Di'Anno, der treibende Rhythmus: Das begeisterte beim ersten Hören ebenso wie heute. 'Well, you see me crawling through the bushes with it open wide...' Diese Zeile kennt nun jeder, der Metal hört, oder etwa nicht?
Epischer, atmosphärischer und stiller tönt 'Remember Tomorrow', eine Halbballade ähnlich dem späteren 'Fade To Black' von METALLICA, bei der Paul richtig glänzen kann. Paul ist für mich nach wie vor der Sänger von IRON MAIDEN, er verfügte über ein dunkleres Timbre als Bruce, konnte sanft und aggressiv singen, was zu den zackigen Riffings perfekt passte. Im Choruspart brechen die Briten aus der Stille aus, um nach heftigen Gitarrenattacken zum instrumentalen Part zurückzukehren: Grandios gemacht!
'Running Free' fällt aus dem Rahmen, da einfacher, rhytmischer gestrickt, jedoch wirkungsvoll platziert, da wieder mit preschender Power und absolut livekompatibel. Mit 'Phantom Of The Opera' folgt der bekannteste Track an vierter Stelle. Hier zeigt die Band ihre Verspieltheit, Liebe zu klassischen Songstrukturen, zu progressiveren Parts und langen, ausufernden Liedern, die sie später so auszeichnen sollte. 'Opera' ist heute noch manchmal live dabei, kaum zu glauben.
'Transylvania' schmettert als mächtiges, wuchtiges Instrumental in unsere Gehörgänge. Geil, wie zackig MAIDEN das seinerzeit zusammenriffte, ein einziger Hörgenuss. In 'Strange World' kann Paul seine Softstimme einsetzen, das fand ich schon damals perfekt, obwohl ich seinerzeit schnellere Songs bevorzugte. Auf der US-Pressung folgte dann 'Sanctuary', das ich nicht auf meiner LP hatte, leider, denn der Powersong passte wie Eddie zu seiner Axt zu den abschließenden, recht harten 'Charlotte The Harlot' und 'Iron Maiden'. Hier hört man bereits, wohin die Reise mit "Killers" (MAIDENs weitere Großtat, mein Fave mit dem Debüt) hingehen sollte.
Noch heute, sechsundvierzig Jahre nach der Veröffentlichung, gibt es so gut wie nichts, was an diesem Release zu verbessern wäre.
- Note:
- 10.00
- Redakteur:
- Matthias Ehlert


