BUTCHER SISTERS, THE - Das schwarze Album
Mehr über Butcher Sisters, The
- Genre:
- Kirmes Metal
- ∅-Note:
- 1.00
- Label:
- Arising Empire / Edel
- Release:
- 23.01.2026
- Piep Piep Piep
- Cityroller
- Scheiss für mich
- White Monster
- Detlef D. Soost
- Bierosaufus Ex
- Ü30
- Great Music Band
- Herr Dokter
- Lachen
- Wacken
- Klettergerüst
Kirmes und Ballermann im steten Wechsel.
Hier kommt die Intoleranz? Vielleicht, aber irgendwann hat jeder (vermeintliche) Spaß auch mal ein Ende, und hier sprechen wir dann auch nicht von Gatekeeper-Attitüde, Ewiggestrigsein oder fehlender Offenheit den vielen Subgenres des modernen Metals (?) gegenüber. Es ist einfach eine subjektive Qualitätsbewertung, die bei THE BUTCHER SISTERS relativ schnell ein ziemlich heftiges Eigenleben nimmt, weil der musikalische Output nahezu unerträglich ist, womöglich aber genau jene Klientel bedient, die aus Wacken den Ballermann gemacht hat und den Oberbegriff Metal damit verbindet, mit Plastikhörnern und der neuesten EMP-Kollektion im hohen Norden Geld hinauszuschmeißen und sich gar nicht mehr mit dem Kern des Ganzen, sprich der Musik, auseinandersetzen wollen.
Bevor wir hier jedoch die üblichen Grundsatzdiskussionen starten, gehen wir noch mal zurück zu "Das schwarze Album", dem aktuellen Release der Metzgerschwestern, der mit völlig verblödeten Texten, komplett nervigen Synthie-Spielereien und einer gewissen Schein-Brachialität auch dann nicht begeistern kann, wenn man auf der Full Metal Cruise einen zu heftigen Schluck aus dem Sangriaeimer genommen hat. Da treffen Schlager-'Genialität', müde DIE ÄRZTE-Klamaukgeschichten und TikTok-Langlebigkeit in einem völlig sinnentleerten Gemisch aufeinander, sodass man nicht genau filtern kann, ob man irgendwo im Kölner Karneval oder eben auf dem ehemals heiligen Wiesen im Kreis Steinburg gelandet ist. Spätestens wenn einige Dancefloor-Parts in 'White Monster' noch einen Gruß an Blümchen ausrichten, muss man definitiv schauen, dass man den Mageninhalt bei sich behält. Gott, was ist das grauenvoll!
Dass der gemeinsame Track mit Doro im Gesamtkontext noch einer der erträglicheren Songs ist, spricht am Ende für sich - denn auch 'Wacken' ist an Peinlichkeiten nicht mehr zu übertreffen. Wir können hier ein längst überholtes Klischee, nämlich dass die Metal-Community extrem dämlich ist und sich jeden Krach reinfährt, gerne wieder bemühen und das Ganze mit genügend Alkohol feiern. Oder wir lassen es einfach sein und hören gute Musik - nur eben dass man diese auf "Das schwarze Album" nicht findet!
- Note:
- 1.00
- Redakteur:
- Björn Backes


