HELLMAZE - Dead Flesh Rising
Mehr über Hellmaze
- Genre:
- Melodic Thrash Metal / Groove Metal
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Cornhole Records
- Release:
- 30.01.2026
- Flesh
- Slave
- Hell And A Maze
- Killing Time
- K.F.T.
- Rising Up
- King Of Suffering
- Moshpit Bukkake
Solider und hochgradig melodischer Thrash Metal mit Abzügen in der B-Note.
Angesichts der Tatsache, dass HELLMAZE gerade mit "Dead Flesh Rising" das eigene Debütalbum vorlegt, könnte man vermuten, wir hätten es hier mit einem Newcomer zu tun. Gänzlich der Wahrheit entspricht dies aber nicht, denn auch wenn sich die vier Dänen in dieser Konstellation und unter neuem Bandnamen erst im Jahr 2018 zusammenfanden, sind die beteiligten Musiker doch allesamt bereits seit guten dreißig Jahren in der sehr aktiven dänischen Metalszene in diversen Bands und Projekten unterwegs. Ob diese Erfahrung dazu beiträgt, dass der Neustart unter dem HELLMAZE-Banner mit wehenden Fahnen gelingt?
Nun, der Opener 'Flesh' macht auf jeden Fall schnell klar, dass wir auf dem Erstling handwerklich tadellosen Thrash Metal serviert bekommen, der in den Angioni Studios mit einem sehr transparenten und druckvollen Sound in Szene gesetzt wurde. Allerdings orientiert sich der Vierer weniger an den amerikanischen Vorbildern der Bay Area, sondern interpretiert seine Version von flotten Riffs und wilden Gitarrenleads mit einer großen Vorliebe für Melodien und einer mächtigen Portion Groove, die teilweise das METALLICA-Werk der Neunziger oder moderne Kollegen wie LAMB OF GOD als Referenzen auf den Plan ruft. Ein durchaus schmissiger Chorus mit Mitsing-Potential rundet die ganze Sache ab, sodass eigentlich nur ein etwas holpriges Gitarrensolo dem Track ein Bein stellt und verhindert, dass wir hier direkt einen Song mit Hit-Potential serviert bekommen.
Auch danach tun sich die Dänen schwer damit, die Grenzen von einem wirklich guten Song zu einem großartigen zu übertreten. Denn so viel Spaß Songs wie 'Slave' oder 'Killing Time' auch machen, am Ende sind es immer kleine Details, mit denen sich der Vierer unnötig ausbremst. Mal sind es die Vocals, die vielleicht doch etwas windschief klingen und nicht mit voller Überzeugung vorgetragen werden, dann gibt es wieder ein eher hölzern wirkendes Gitarrenlead und schlussendlich werden die Riffs der Sechssaiter manchmal auch etwas austauschbar, sodass irgendwie immer der letzte Kick fehlt, um mich gänzlich aus den Socken zu hauen.
Gleichzeitig soll das aber das Album auch nicht gänzlich abwerten, denn in den besten Momenten macht "Dead Flesh Rising" viel Spaß, demonstriert eindrucksvoll, dass wir es hier mit erfahrenen und sehr guten Musikern zu tun haben, und hat auch mal die eine oder andere Melodie im Gepäck, die viel Wiederekennungswert mitbringt und temporär im Ohr bleibt. Einzig das stumpfe 'Moshpit Bukkake' ist damit ein Totalausfall, den man sich gerne hätte sparen können, der aber immerhin ans Ende der Platte verbannt wurde und den Hörfluss so nur minimal beeinträchtigt.
Schlussendlich ist das HELLMAZE-Debüt mit dieser Ausgangslage dann ein klassisches Sieben-Punkte-Album, das schon vieles richtig macht und musikalisches Handwerksgeschick demonstriert, aber eben kompositorisch noch die letzte Konsequenz vermissen lässt, um ganz vorne in der melodisch geprägten Thrash-Liga mitzuspielen.
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Tobias Dahs


