DEAD TWILIGHT - Endless Prophecy
Mehr über Dead Twilight
- Genre:
- Death Metal
- Label:
- Great Dane Records
- Release:
- 31.10.2025
- Finis Infinitatis (Intro)
- Eternal City
- Neun Tugenden
- Eos
- Apocalypsis
- Legion
- Dead Realm
- Carmen Saliare Mars Dictatur
- Letzter WIlle
- Pray For Nothing (Intro)
- Ἁρμαγεδών
- Kali Yuga
- Aharit Ya-Hamin
- Ὕπνος καὶ Θάνατος
- Ragnarok
- Totentanz
- Hekate
- Dead Twilight - Part II
Soundtechnisch extrem schwieriger Re-Release der ersten beiden Platten!
Es ist sicherlich nachvollziehbar, dass die beiden Musiker von DEAD TWILIGHT ihren Deal bei Great Dane nutzen wollen, um ihren Katalog auch vollständig zugänglich zu machen. Immerhin sind die ersten beiden Scheiben des italienischen Prügelkommandos noch in Eigenregie veröffentlicht worden und dementsprechend auch nur einem kleinen Kreis potenzieller Hörer zugänglich gemacht worden. Auf der anderen Seite zählt das Frühwerk von Marco und Luca Bellante nicht zu den glorreichsten Momenten des südeuropäischen Extrem Metals, weil sowohl das ziemlich holprige Debüt "Endless Torment" als auch das eher maschinelle, leider viel zu unterkühlte "About The Prophecy" noch mit vielen kleinen Krankheiten zu kämpfen haben, die sie auch mit ein wenig Abstand nicht heilen konnten. Dennoch hat die Band beide Alben nun auf eine gebündelte Compilation gepackt, deren dreihundert Einheiten man allerdings eher als Sammlerutensil und nicht als qualitative Aufwertung seiner Kollektion betrachten darf. Mit ihrem letzten Release ("Fall Of Humanity", 2023) hat DEAD TWILIGHT zwar einen großen Schritt machen können, jedoch kann diese Platte nicht als Maßstab für Vergangenes dienen.
So kommt es auf beiden hier zusammengefassten Scheiben zu klaren Defiziten, die nicht einmal zuvorderst das Songwriting betreffen, sondern eher die klangtechnische Aufbereitung. Die beiden Protagonisten machen keinen Hehl daraus, dass sie ihre Drums programmieren, doch gerade mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten sollte es durchaus möglich sein, dieses hölzerne Gekloppe in "Endless Torment" zu vermeiden. Hier und dort gibt es ein paar angenehm thrashige Riffs, gebrüllt wird auch ganz ordentlich, doch dieses eintönige Geschepper an den Kesseln nimmt den neun Kompositionen jegliche Atemluft und nervt bereits zur Halbzeit gewaltig.
Bei den darauffolgenden Stücken von "About The Prophecy" hat die Band dieses Problem gut in den Griff bekommen, allerdings wirkt die gesamte Produktion hier sehr steril und kann den immens bösartigen Flow, der hier atmosphärisch den Background füllt, gar nicht richtig mitnehmen, weil die Stücke nur selten wirklich organisch klingen. Da auf der Compilation auch nicht nachgearbeitet, sondern das Originalmaterial genutzt wurde, können wir hier durchaus von einer verpassten Chance sprechen, denn grundsätzlich haben die Italiener es sicher drauf!
Aus diesem Grund empfiehlt sich, DEAD TWILIGHT mit "Fall Of Humanity" kennenzulernen und hier auch den Maßstab zu setzen. Die ersten beiden Alben haben Potenzial, sind im Hinblick auf ihren Sound jedoch kaum empfehlenswert!
- Redakteur:
- Björn Backes


