CORONATUS - Dreadful Waters
Mehr über Coronatus
- Genre:
- Symphonic Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Massacre Records
- Release:
- 23.01.2026
- The Maelstrom
- Through The Brightest Blue
- To The Reef!
- The Ship's Cook
- Southern Cross
- The Siren
- A Seaman's Yarn
- Dark Ice
- Die Hexe und der Teufel
Eine klare und auch positive Entwicklung - Respekt!
Die Diskussion, wie viel Metal tatsächlich in CORONATUS steckt, kann man sicherlich mit jedem weiteren Release der Symphonic-Truppe aus Stuttgart von Neuem aufwärmen. Doch was bringt's, schließlich sollte man inzwischen eher differenzieren, ob die Band ihren Stoff gut präsentiert oder sich hinter überbordendem Bombast versteckt. In diesem Fall zieht "Dreadful Waters" jedenfalls ganz klar die erstgenannte Karte und verwandelt das gesamte musikalische Szenario in einen ziemlich aufgeblähten, musikalisch aber definitiv anspruchsvollen Soundtrack, der vielleicht nur zufällig mit harten Gitarren garniert wird, als modernes Musical aber besser denn je funktioniert - zumindest wenn man den Katalog der Süddeutschen als Maßstab nimmt.
Die neue Platte hat natürlich alles an Bord, sprich man findet dicke Chöre, opernhafte Streicher-Arrangements, ausufernde Arien und Melodien an jeder Ecke. Der Unterschied zu den meisten vorangegangenen Releases: Die Performance sitzt perfekt, das bombastische Potpurri ist richtig gut in die Songs eingebunden, und selbst wenn es mal ein wenig heftiger klingt, kauft man das der Band inzwischen ab, weil eine klare Entwicklung im Songwriting und schließlich auch in der sehr vielseitigen Darbietung zu erkennen ist. Nummern wie 'The Siren' und 'Dark Ice' können es problemlos mit Vorreitern wie EPICA und WITHIN TEMPTATION aufnehmen, und auch ein folkiger Kitschsong wie 'A Seaman's Yarn' ist kaum nervig, weil der beschwingte Rhythmus durchaus etwas Unterhaltsames hat. Ja, so kann man das auf alle Fälle mal machen!
Dass ich persönlich infolge dessen zum CORONATUS-Fan werde, ist zwar keinesfalls beschlossene Sache, aber ich kann durchaus anerkennen, dass die Band einen weiteren anständigen Sprung gemacht und in ihrer Sparte die richtigen Schlüsse gezogen hat. Echter Metal mag das nicht sein, und den standesgemäßen Kuttenträger wird "Dreadful Waters" garantiert auch nicht entführen. Aber wenn eine Künstlergemeinschaft einen guten Job gemacht hat, verdient das Anerkennung und Respekt - und beides möchte ich CORONATUS hiermit auch aussprechen!
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Björn Backes


