CRYSTAL LAKE - The Weight Of Sound
Mehr über Crystal Lake
- Genre:
- Metalcore
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- SharpTone Records
- Release:
- 23.01.2026
- Everblack
- BlüdGod
- Neversleep
- King Down
- The Undertow
- The Weight Of Sound
- Crossing Nails
- Dystopia
- Sinner
- Don't Breathe
- Coma Wave
Solide Rückkehr mit neuem Sänger.
Wenn es um japanischen Metalcore geht, dann muss unbedingt der Name CRYSTAL LAKE fallen, denn seit der Gründung im Jahr 2002 liefert das Quartett konstant qualitativ hochwertige Veröffentlichungen ab. Zuletzt wurde das Fahrwasser der Truppe allerdings etwas unruhiger, denn mit dem Abgang von Ryo Kinoshita, der sich aufgrund einer psychischen Anpassungsstörung von der Band verabschiedete, erlebte man nach gut zehnjähirger Zusammenarbeit im Jahr 2022 einen recht tiefen Einschnitt. Ein Ersatz konnte in Form von John Robert Centorrino (ehemals bei THE LAST TEN SECONDS OF LIFE aktiv) aber schnell gefunden werden, ob der neue Fronter allerdings die Fußstapfen des Vorgängers gänzlich füllen kann, muss sich nun auf dem neuen Langspieler "The Weight Of Sound" erst zeigen.
Gänzlich alleine muss der Frontmann die gesangliche Last aber nicht schultern, denn CRYSTAL LAKE hat sich für fünf der insgesamt elf Tracks durchaus ein paar namhafte Gäste eingeladen. Den Anfang macht David Simonich von SIGN OF THE SWARM im Opener 'Everblack', der uns sofort mit ordentlich dissonanter Gewalt einen Schlag auf die Kauleiste pfeffert. Dabei wird uns aber auch eine hauchzarte melodische Note von den Synthesizern als Notleine entgegengeworfen, sodass wir nicht gänzlich im wuchtigen Riff-Gewitter ertrinken. Mit seinen KNOCKED LOOSE-Vibes, die übrigens durchaus auch von Produzent Jeff Dune verstärkt werden könnten, der hier genau wie bereits bei den Amerikanern produzierend verantwortlich war, macht der Opener auf jeden Fall schon einmal sehr viel Spaß. Die Koproduktion mit Taylor Barber (SEVEN HOURS AFTER VIOLET) 'BlüdGod' ist da leider im Anschluss direkt etwas farbloser und holzt eher ungeschlacht aus den Boxen, ohne wirkliche Glanzmomente.
In dieser Hinsicht bleibt der Song nicht der einzige Ausrutscher, denn auch 'Neversleep' und 'Crossing Nails' verzichten großteils auf melodische Anhaltungspunkte und bolzen mit viel Slam-Schlagseite kompromisslos auf die Zwölf. Da lobt man sich 'Dystopia' im direkten Vergleich als deutlich prägnanteren Track, bei dem allerdings das Potential von KILLSWITCH ENGAGE-Fronter Jesse Leach nicht gänzlich abgerufen wird. Hier hätte sich auch ein echter Ohrwurm entwickeln können, wenn dem Klargesang etwas mehr Luft gelassen worden wäre. So müssen schlussendlich 'King Down', 'The Undertow' mit Gastsänger Karl Schubach (MISERY SIGNALS) und der Titeltrack die Kohlen in Sachen Eingängikeit aus dem Feuer holen und mausern sich dann auch schnell zu meinen persönlichen Anspieltipps, die ich euch guten Gewissens ans Herz legen darf.
Für Fans wird das gleiche auch im Bezug auf "The Weight Of Sound" gelten, denn grundsätzlich liefern die Japaner hier ordentliches Core-Futter ab und auch John Robert macht gesanglich eine hervorragende Figur. Für mich hätten es am Ende aber dennoch ein paar mehr melodische Widerhaken und Hooklines sein dürfen, um CRYSTAL LAKE über den Genre-Durschnitt zu heben, weshalb es von mir am Ende auch subjektiv gefärbte 7,5 Zähler gibt.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Tobias Dahs


