VOID OF LIGHT - Asymmetries
Mehr über Void Of Light
- Genre:
- Post Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Ripcord Records
- Release:
- 03.04.2026
- The Passing Hours
- Silver Mask
- Ends
- Still The Night Skies
- Mirrorings
Abwechslungsreicher Post Metal aus Schottland.
Post Metal mit den für diese Musik typischen Kontrasten, Schattierungen und Ausflügen in benachbarte Gefilde wie Sludge, Melodic Death oder Black Metal wird hier von VOID OF LIGHT, einer sechsköpfigen Truppe aus Glasgow, serviert. Atmosphärisch ist "Asymmetries" ein ansprechendes Album mit einer gewissen Sogwirkung. Im Detail betrachtet offenbart sich hier aber ein etwas vorhersehbarer Mix im stetigen Wechsel aus kraftvollen Elementen (wuchtiges Riffing und Growling) auf der einen und eingängigen Passagen (Melodiereichtum und hoher Anteil an Cleangesang) auf der anderen Seite.
Das ist handwerklich und produktionstechnisch sehr gut gemacht, erzeugt aber in puncto Songwriting nur wenige Aha-Momente. So habe ich zwar den Klang im Ohr, behalte habe aber sonst relativ wenig Details im Kopf behalten, nachdem der letzte Ton der Scheibe verklungen ist. Wenn einzelne Parts hängenbleiben, fällt es schwer, diese einem der fünf Songs zuzuordnen. Auch weckt der Albumtitel irgendwie Erwartungen an progressivere Versatzstücke, die aber nicht Bestandteil dieser Musik sind.
Klar, wenn man die fünf Nummern genauer betrachtet, fällt natürlich schon die eine oder andere gelungene Facette auf, beispielsweise eine an PARADISE LOST erinnernde Melodie in 'Silver Mask', ein blackmetallisch rasender Part in 'Ends', der deutliche melancholische Touch von 'Still The Night Skies' oder der extrem brachiale Auftakt in 'Mirrorings'. Es ist für VOID OF LIGHT mit Sicherheit ein großer Pluspunkt, sechs Musiker an Bord zu haben und dadurch mit gleich drei Gitarristen einen ordentlich voluminösen Sound zu fabrizieren, jedoch wächst mein Eindruck, dass hier gerade im Gitarrenbereich noch mehr Variation und Experimentierfreude möglich gewesen wäre. Stilistisch kann man an Bands wie ISIS oder THE OCEAN denken, wenn man denn musikalische Vergleiche sucht, wobei die genannten Combos mit ihren zumeist sehr packenden Kompositionen schon deutlich mehr aus dem Sitz zu reißen wissen.
Nun sollte ich sicherlich auch nicht zu streng in meinem Urteil sein, denn die Schotten legen hier ihre Debütscheibe vor (nach zwei EPs) und da kann man nun nicht behaupten, dass sich kein Potenzial in den fünf Stücken erkennen ließe. Alle Songs einschließlich der Nummern von den beiden vorangegangenen EPs sind übrigens mindestens acht Minuten lang - drunter machen sie's nicht bei VOID OF LIGHT. Obwohl ich Longtracks gerade in solchen Genres wie Post Metal, Sludge oder Doom sehr schätze, hätten sich hier ein paar kompaktere Stücke vielleicht ganz gut gemacht.
Wer reinlauschen möchte, möge sich vielleicht einmal 'Still The Night Skies' zu Gemüte führen. Dieser Song ist die atmosphärischste Nummer auf "Assymetries" und offenbart zudem am besten die Bandbreite, in der sich VOID OF LIGHT bewegt.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Stephan Voigtländer


