TOTAL ANNIHILATION - Mountains Of Madness
Mehr über Total Annihilation
- Genre:
- Death Thrash Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Testimony Records
- Release:
- 16.01.2026
- The Art Of Torture
- Mountains Of Madness
- Illusion
- Chokehold
- Choose The Day
- Age Of Mental Suicide
- Nyctophobia
- Beneath The Cross
- Invisible Conflagration
- Lost Forever
- Hate Remains
Der Berg ruft.
Seit dem 2010er Debüt-Fiesling "84" verfolge ich die Jungs von TOTAL ANNIHILATION bereits und sie haben mich einzig und allein in der Tatsache enttäuscht, dass zwischen dem nachfolgenden "Extinction" und "...On Chains Of Doom" stolze und viel zu lange acht Jahre ins Land gezogen sind. Musikalisch hingegen war auf die Schweizer immer Verlass: Die hundsgemeine Mischung aus Thrash- und Death Metal floss wie erbarmungslose Lava durch Mark und Bein und dezente, hauchzarte Black-Metal-Vibes sorgten indes für das Salz in der Suppe. Nun hat es – Gott sei Dank – "nur" sechs Jahre gedauert bis sich die Herren erneut zu neuer Musik inspirieren ließen und man kann schon früh behaupten, dass es "Mountains Of Madness" faustdick hinter den Ohren hat.
Ein geiles Old-School-Artwork, ein sehr homogener Sound, der die dazugewonnene Finsternis der Songs unterstreicht, sowie Daniels erneut Gift und Galle spuckende Vocals sind die Eckpfeiler eines Albums, das von Durchgang zu Durchgang immer besser gefällt. Und wer hätte gedacht, dass die eigentlich so friedvollen Schweizer im Kern doch derart angepisst sein können?
Ab dem ersten Knall ist TOTAL ANNIHILATION auf Krawall gebürstet, schiebt im bandeigenen Doublebass- und Riff-Inferno so manch melodische Note mit ein und ist sich auch eines schmucken Grooves nicht zu schade, nur um dann die Höllensau wieder von der Leine zu lassen. Das Titelstück jedoch beweist, wie clever die Jungs die Atmosphäre hochhalten und in Sachen Geschwindigkeit dennoch etwas zurückschrauben können - 'Mountains Of Madness' macht seinem Namen alle Ehre, nur um dann in Form von 'Illusion' oder später mit 'Nyctophobia' wieder die Brechstange auszupacken. Vor allem der Wechsel aus jenen Abrissbirnen und getragenen, bedrohlichen Nummern wie auch 'Chokehold' verpasst der gesamten Platte ein enormes Maß an Dynamik, wodurch auch das tödliche 'Invisible Conflagration' und der akustische Aha-Moment 'Lost Forever' in voller Pracht zu begeistern wissen. Abschließend hält uns 'Hate Remains' im Moshpit gefangen und wir lassen die Scheibe noch einmal Revue passieren. Ein starkes Brett, was die Schweizer hier am Start haben.
Somit startet 2026 in Sachen Death'n'Thrash mit einem richtig starken Output, der keinerlei Gnade kennt und trotz - oder gerade wegen - der eindeutigen Marschroute nach vorne vor allem in Sachen Abwechslung zu begeistern weiß. An allen Ecken und Enden merkt man, wie sehr sich TOTAL ANNIHILATION als Mannschaft weiterentwickeln konnte ohne jedoch die Wurzeln der "84"- und "Extinction"-Ära in Vergessenheit geraten zu lassen. Schließlich haben die ersten Scheiben auch schon circa anderthalb Dekaden auf dem Buckel. Macht weiter so, Männer, das bockt derbe!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Marcel Rapp


