SOULBOUND - sYn
Mehr über Soulbound
- Genre:
- Modern Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Metalville
- Release:
- 16.01.2026
- Abaddon
- s Yn
- No Kings For Me
- Cutting Diamonds
- s Ynfluencer
- Chaos & Amen
- Dark Throne
- Neon Battlefield
- Sacred Skin
- Not Metal Enough
- s Ynners Crown
- If U Seek Amy
Klebrige Hooklines in gewohnten Sphären!
Eigentlich könnte der folgende Text ein Abziehbildchen zur letzten SOULBOUND-Rezension auf diesen Seiten sein, denn der Effekt, den "sYn" auslöst, ist im Grunde genomen der gleiche: Erst sträubt sich alles gegen die plastischen Sounds und die aufgeblähten Arrangements, der traditionelle Kuttenträger mag der Band umgehend alle metallischen Qualitäten absprechen, und irgendwie scheint alles irgendwie berechnend. Aber was soll man machen, wenn man schon nach dem ersten Durchgang zahlreiche Songs und Refrains abgespeichert hat und sie eigentlich schon im nächsten Durchlauf problemlos mitsingen kann?
Easy Listening nennt man das wohl, leicht verdauliche Ware mit leichtem Pop-Appeal und einer Reihe harter Gitarren, aber diese Singalongs, die SOULBOUND auch auf der vierten Scheibe platziert sind so etwas von klebrig, dass es irgendwann kein Entrinnen mehr gibt und man selbst als Verfechter des reinen Edelstahls das Handtuch wirft - denn das ist einfach gut gemacht!
Man kann natürlich darüber streiten, ob der ganze Schnickschnack, den die Band um ihre Musik herum inszeniert, wirklich nötig ist. Angemalte Gesichter, ein künstlich aufgezogenes Image, vermeintliche Kreatitivität in grundsätzlich gewohnten Bahnen, das ist alles definitiv streitbar. Unstrittig sind jedoch die Qualitäten des Quintetts, packende Hooklines im melodischen Modern-Metal-Kosmos zu verewigen und den Hörer auf diese Weise sofort mitzunehmen. Schon bei "ObsYdian" durfte man daran zweifeln, ob die Songs eine angemessene Halbwertzeit haben und nach einem weiteren Jahr noch relevant sind. Die Playlist bei den von mir bevorzugten Streamingdiensten stellt aber auch dies außer Frage und wird sicherlich mit dem Dutzend neuer Songs erweitert.
Ja, eigentlich widerspricht das verschiedenen Prinzipien, die ich gelegentlich verfechte. Aber ich muss zugeben, dass mir "sYn" genauso viel Spaß macht wie der Vorgänger. Scheiß also auf alle fremdauferlegten Werte: Diese Platte ist gut - und sie ist gut so, wie sie ist! Nur das abschließende Britney Spears-Cover, das hätte man sich gerne sparen können.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


