SLAUGHTERDAY - Dread Emperor
Mehr über Slaughterday
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Testimony Records
- Release:
- 13.02.2026
- Enthroned
- Obliteration Crusade
- Rapture Of Rot
- Astral Carnage
- Subconscious Pandemonium
- Dread Emperor
- The Forsaken Ones
- Necrocide
- Dethroned
- Golem [Protector Cover]
Death Metal für Leute, die auf das Genre stehen!
Die Deutschen Todesmetall-Schwergewichte SLAUGHTERDAY sind zurück. Und es wird ordentlich geschlachtet auf "Dread Emperor"! Das sechste Studioalbum ist auch wieder mit einem wirklich feinen Artwork augengerecht verpackt worden.
Und dann gibt es business as usual. Hier könnte die Rezension enden, aber vielleicht kennt ihr SLAUGHTERDAY ja gar nicht? Schwer vorstellbar aber möglich, daher: Die Ostfriesen bieten tonnenschweren Death Metal, der absolut die Atmosphäre der Frühzeit des Genres atmet, ohne eine verstaubte Produktion zu bieten. Ein glasklarer, und trotzdem ranzig-genervter Sound ist jedenfalls ein Traum. Die Gitarren sind transparent, aber klingen nie wie eine kommerzielle Hochglanzproduktion. Es ist also wirklich Metal!
Im Riffing finden sich nicht nur frühe Meister wie DEATH, DISMEMBER oder, äh, MASTER, sondern auch thrashige Heroen wie SLAYER oder KREATOR, als sie noch wirklich böse Musik machten. Trotzdem gibt es auf diesem Album auch schöne Melodien. Also, schön im Sinne von Urzeit-Death-Metal. Wer sich nach Nuclear Blast 1991 sehnt, der wird hier fündig werden - nur eben mit zeitgemäßer (aber nie moderner) Produktion. Besonders hervorzuheben ist das schöne Gitarrenspiel und der kraftvolle, bösartige Gesang. Das wuchtige Schlazeugspiel setzt nicht auf Geschwindigkeit, sondern auf entsprechende Atmosphäre. Überhaupt sind leicht doomige Einflüsse (im Sinne von ASPHYX oder AUTOPSY) nicht zu leugnen. Die Jungs können Refrains schreiben, das gibt es nicht immer im Death Metal. Hier gelingt es - wie schon auf früheren Alben.
Was erwartet euch auf diesem Album nicht? Melo Death, Deathcore, Emo-Anleihen, Metalcore-Breaks, Krautrock oder cleaner Gesang - all das hat hier keinen Raum. Und das ist gut so, denn "Dread Emperor" ist ein Album für Leute, die wirklich auf Death Metal in seiner puren Form stehen. Ich hatte an dieser Scheibe wieder große Freude und behaupte: Das wird eines der besten Death-Metal-Alben in 2026. Wer SIJJIN im Schrank stehen hat und feiert, der kommt am "Dread Emperor" nicht vorbei.
Anspieltipps: Obliteration Crusade, Astral Carnage
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Jonathan Walzer


