BIG BIG TRAIN - Woodcut
Mehr über Big Big Train
- Genre:
- Progressive Rock
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- InsideOut Music / Sony
- Release:
- 06.02.2026
- Inkwell Black
- The Artist
- The Lie Of The Land
- The Sharpest Blade
- Albion Press
- Arcadia
- Second Press
- Warp And Weft
- Chimaera
- Dead Point
- Light Without Heat
- Dreams In Black And White
- Cut And Run
- Hawthorn White
- Counting Stars
- Last Stand
Kunst ist das Thema, Kunst ist auch die musikalische Umsetzung!
Die multinationale Progressive-Rock-Formation BIG BIG TRAIN legt bereits ihr 16. Studioalbum vor, und das gut 35 Jahre nach der Gründung der Band. Das ist wahrlich keine Kleinigkeit und spricht für die weiterhin vitale Kreativität der beteiligten Musiker. "Woodcut" ist ein Konzeptalbum, das von einem Holzschnittkünstler handelt, dessen künstlerische Vision ein Eigenleben entwickelt. Das kongeniale Artwork, das von Robin Mackenzie geschaffen wurde, illustriert die Plot-Idee ganz hervorragend. Ein auf hundert Exemplare limitierter Print wird übrigens auf der Website des Künstlers angeboten.
"Woodcut" bringt es auf 16 Songs, wovon aber einige Instrumentalstücke sind. Nach dem an Kammermusik erinnernden Intro 'Inkwell Black' folgt mit 'The Artist' gleich einer der Glanzpunkte des Langspielers, bei dem sich Sänger Alberto Bravin von seiner besten Seite zeigt. Überhaupt ist sein Vortrag gefühlvoll und immer vielseitig im Ausdruck. In den hohen Tönen blitzt ab und an eine gewisse Verwandtschaft zu James LaBrie auf. Der italienische Vokalist ist auch für die klare, transparente und aufgeräumte Produktion verantwortlich, welche die detailfreudigen Arrangements ins rechte Licht rückt. Ob Streicher, Flöte, Klarinette, Blechbläser, Hammondorgel oder Mellotron - alle Instrumente bekommen die nötige Luft zum Atmen. Besonders gut gefällt mir, wie die Rhythmussektion aufgenommen ist. Auch die härteren Gitarrenriffs ('Albion Press', 'Cut And Run') haben den richtigen Schmiss.
Die Dynamikwechsel und Spannungsbögen sorgen für die optimale musikalische Umsetzung des lyrischen Konzepts. Eine gewisse Verspieltheit lässt das Album frisch und lebendig klingen. Der liebevoll gestaltete Hintergrundgesang unterstreicht die Atmosphäre und die Elemente aus Klassik, Fusion oder Folk sind organisch in das Klangbild integriert.
Trotz der internationalen Besetzung klingt BIG BIG TRAIN weiterhin nach einer britischen Progressive-Rock-Band. Fans des Genres sollten sich unbedingt mit diesem anspruchsvollen Konzeptalbum beschäftigen. Anhänger der Band brauchen diese Empfehlung ohnehin nicht.
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Jens Wilkens


