SCHATTENMANN - Endgegner
Mehr über Schattenmann
- Genre:
- NDH / Modern Rock
- ∅-Note:
- 2.00
- Label:
- Perception
- Release:
- 13.03.2026
- Endgegner
- Besser als der Rest
- Kamikaze
- Einen Scheiß muss ich
- Wir sind das Ende der Welt
- Kein Kommando
- Schna-na-naps
- Unmensch
- Echo
- Auf die Zunge (SCHATTENMANN Version)
- Alter Ego
- Gelegenheit macht Liebe
Plattitüden und Peinlichkeiten im Dauerfeuer!
Bei den meisten Künstlern, die auf diesen Seiten stattfinden, muss man sich gar nicht die Frage stellen, ob sie tatsächlich wissen, was sie in ihren Texten vermitteln (wollen) bzw. welche Kernaussagen bei der Hörerschaft am Ende ankommen. Und oftmals sind auch verschiedene Botschaften mit genügend Augenzwinkern zu betrachten, dass man hier nicht zwingend am Verstand der jeweiligen Urheber zweifeln muss. Doch dann gibt es diese seltenen Momente, die womöglich auch in der übergeordneten Diskussion einen Disput auslösen könnten, in denen man aber tatsächlich nicht mehr weiß, welchen Beitrag man hierzu ernsthaft leisten soll. Dies geschieht in der Regel, wenn Bands wie THE BUTCHER SISTERS sich zu Wort melden und auch redaktionsintern zum Dauerthema werden, oder aber wenn musikalisch benachbarte Kollegen wie beispielsweise SCHATTENMANN einen ähnlichen lyrischen Tiefflug hinlegen und mit Plattitüden, Floskeln und halbgaren Parolen mit aller Macht erzwingen wollen, dass die Party People ihnen folgen - und dass das zumindest in der qualitativen Bewertung des neuen Materials mächtig in die Hose geht, muss wohl nicht näher erläutert werden.
"Endgegner" orientiert sich musikalisch an alten NDH-Haudegen wie OOMPH! und MEGAHERZ, stellenweise auch an EISBRECHER, ohne jedoch die martialischen Komponenten zu weit in den Fokus zu bringen. Soll heißen, rein instrumental werden schon einige anständige Hooklines kreiert, sicherlich nicht mit größtem kreativen Aufwand, aber zumindest einprägsam genug, dass man hier schnell mitsummen kann. Und das ist sicher auch beabsichtigt. Wenn man sich jedoch im Anschluss dabei ertappen sollte, wie man den einen oder anderen peinlichen Text selber mitträllert, ist auf jeden Fall ein sofortiger Alkoholtest oder alternativ noch mal ein Check-up beim Hausarzt anzuraten, schließlich sind Nummern wie 'Einen Scheiß muss ich' und 'Schna-na-naps' hier an Peinlichkeit kaum zu überbieten, definieren letztlich aber genau das Niveau, auf dem sich das Gros der neuen Songs bewegt. Und auch wenn ich grundsätzlich für jeden Spaß und auch für jeden Mist zu haben bin, muss hier eine klare Grenze gezogen werden. Denn zwischen Kunst und plumper Provokation stehen Welten, und SCHATTENMANN steht hier leider auf der verkehrten Seite der anerkannten Werte.
Man kann es sich aber auch recht kurz machen, die obigen Zeilen überspringen und feststellen, dass "Endgegner" ein ordentlicher Schuss in den Ofen ist. Wenn das die Definition von Humor im metallischen Kontext sein soll, lache ich lieber nicht mehr.
- Note:
- 2.00
- Redakteur:
- Björn Backes


