REDREDRED - Deaf Gods
Mehr über RedRedRed
- Genre:
- Heavy Rock
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Octopus Rising / Argonauta Records
- Release:
- 27.03.2026
- The City
- Deaf Gods
- Floods Above Me
- 1000 Tears
- Wrath Of God
- Gemini Sister's Bride
- Hallowe'en In A Suburb
- Through My Skin
JOHNNY CASH im Stonerwahn!
Über ausbleibendes neues Material muss sich die Heavy-Rock-Szene im jahr 2026 bis dato nicht beschweren. Gleich einige Schwergewichte haben sich im ersten Quartal in Stellung gebracht und den Wettbewerb mächtig angeheizt, während eine Reihe vielversprechender Newcomer nach den Sternen greifen möchte. Inmitten dieses Spektakels wollen sich auch die Franzosen von REDREDRED positionieren und steuern acht lange Jahre nach ihrem ersten und bisher einzigen Demo nun endlich auch einen vollständigen Release nach.
"Deaf Gods" sollte jedoch seine liebe Mühe haben, sich ohne weitere Schwierigkeiten gegen die starke Konkurrenz durchzusetzen, da die acht neuen Stücke einerseits nicht ansprechend catchy sind, die Produktion hier und dort aufgrund des überzogenen starken Halls deutlich Luft nach oben lässt und die Rock & Roll-Attitüde aufgrund einiger handwerklicher Defizite nicht ganz so durchschlägt, wie es sich das Quartett mit Sicherheit gewünscht hätte. Vor allem der Gesang ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und klingt eher wie eine Stoner-Variante von JOHNNY CASH.
Das ist erst einmal kein Ausschlusskriteriumt, kristallisiert sich jedoch bei genauerer Begutachtung als deutlicher Schwachpunkt heraus, da das manchmal sonore Timbre nicht so durchschlägt, als würde Leadsänger Frédéric Juille sich einfach mal vom Punk übermannen und die Sau raus lassen. Hier geht auf jeden Fall ein bisschen Energie flöten.
Doch auch das Songmaterial hat seine leichten Schwächen, bewahrt zwar immer ein gewisses Grundniveau, entpuppt sich bisweilen jedoch als einen Zacken zu verspielt und nicht ausreichend fokussiert, so dass "Deaf Gods" nur schwerlich Anknüpfungspunkte schaffen kann. Dabei ist es schlussendlich wie so oft: Die Veranlagung ist gegeben, an spannenden Ideen mangelt es kaum, und auch der Wagemut, sich mal ein bisschen aus den klassischen Gefilden des Stoner-Business zu entfernen, ist den Herren anzurechnen.
Doch im Vergleich zu den vielen Hochkarätern bei Octopus Rising muss REDREDRED für den Moment noch zurückstecken und ein bisschen am Feintuning arbeiten. Potenezial ist vorhanden, doch es wird nur sehr eingeschränkt geschöpft.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Björn Backes


