PUTRED - Blestemul Din Adanc
Mehr über Putred
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 5.50
- Label:
- Awakening Records
- Release:
- 20.03.2026
- Pandemonium (Intro)
- Sfasiat... Stigmatizat
- Blestemul Din Adanc
- Intalnirea Mortala
- Cripta Vrajilor
- Devorar De Intuneric
- Groapa Oaselor
- Catacombe Sangerii
- Utimol Clopot
- Subconscious Terror
Simpel, schlicht, leider langweilig!
Viele kleine Specials veröffentlichen, immer wieder spannende neue Artworks kreieren, dem Sammler eine Menge Futter an die Hand geben, daran kann man sicherlich Gefallen finden, wenn man hochwertige Underground-Acts unterstützen möchte, deren aufstrebendes Talent gerne auch durch ein paar Extrataler zu den jeweiligen Releases weiter gefördert werden sollte. Die Herren von PUTRED scheinen hier tatsächlich einem regelrechten Wahn erlegen zu sein, denn die Liste der seit 2020 veröffentlichten Tonträger, ganz gleich ob Singles, Splits, EPs, Livealben, Compilations oder tatsächlich auch Full-Length-Ausgaben ist schier endlos und zeigt, dass die transilvanische Kapelle mit der nötigen Leidenschaft bei der Sache ist.
Blickt man nun jedoch auf die aktuelle Platte des rumänischen Quintetts, muss man leider konstatieren, dass sich hinter dem musikalischen Schaffen der Jungs eine Menge heiße Luft verbirgt, und der recht schlichte Death-Metal-Sound von "Blestemul Din Adanc" kaum jemanden mehr vom Hocker reißen wird, der Zugriff auf die vielen erwähnenswerten Kapitel der heutigen Szene hat. PUTRED geht im schleppenden, manchmal groovigen Midtempo ans Werk und trümmert hier bestenfalls solides Material ein, das mit stetem hier gegebenen Tunnelblick auch kaum Entwicklungen zulässt. Das Riffing ist recht dröge und nur in den kurzen thrashigen Sequenzen ('Devorat De Intuneric') etwas aufregender, die Growls sind auch eher unbeweglich, das Gepolter an den Kesseln könnte spannend sein, wäre das Songwriting nicht so simpel strukturiert, und auch die morbide Atmosphäre will sich irgendwie nicht setzen, weil die Songs relativ müde vor sich hinplätschern.
Ich persönlich bin zwar überzeugt, dass nur an einigen kleinen Stellschrauben gedreht werden müsste, um den neun neuen Kompositionen mal so richtig auf die Sprünge zu helfen, denn ein gewisses Talent will man der Truppe gar nicht absprechen. Nur müssen diese Verzahnungen dann auch gefunden und bearbeitet werden, um vielleicht mehr solcher Songs bieten zu können wie das abschließende BENEDICTION-Cover zu 'Subconscious Terror'. Bis hierhin hat mich PUTRED leider nicht überzeugt - eine Veränderung in der künftigen Wahrnehmung ist aus den genannten Gründen aber keinesfalls ausgeschlossen!
- Note:
- 5.50
- Redakteur:
- Björn Backes


