MYSTFALL - Embers Of A Dying World
Mehr über Mystfall
- Genre:
- Symphonic Metal
- ∅-Note:
- 5.00
- Label:
- Scarlet Records
- Release:
- 20.03.2026
- Whispers In The Tempest
- Embers Of A Dying World
- Guardians Of The Earth
- The Nectar And The Pain
- Sleeper In The Abyss
- Fading Memories
- Crimson Dawn
- Cosmis Legends
- Echoes Of Archadia
- Remnants Of Tomorrow
Symphonic-Metal-Einerlei Part X.
Weniger Brimborium und mehr Metal - diese Forderung kann man eigentlich vom ersten Ton des neuen MYSTFALL-Albums an die griechische Female-Fronted-Band stellen. Auch auf dem zweiten Album bemüht die Symphonic-Metal-Truppe aus Athen in erster Linie orchestrale Strukturen, die teilweise so weit aufgebläht werden, dass die metallische Basis gar nicht erkennbar ist. Dies soll zwar keinesfalls bedeuten, dass einzelne Passagen auf "Embers Of A Dying World" in einem Filmscore-Setting nicht garantiert wunderbar funktionieren könnten, doch diese total berechenbare Herangehensweise, in der Frontdame Marialena Trikoglou in mittlerweile ziemlich ausgelutschter NIGHTWISH-Manier gegen einen Wust aus prallen Keyboards und allerhand anderen symphonischen Spielereien ansingt, hat irgendwann völlig ihren Reiz verloren - nur offenbar ist das bei den drei Kollegen von MYSTFALL noch nicht angekommen.
Natürlich, man bekommt genau das, was man auch erwarten kann: Bombastische Arrangements, elfenhafte, vermeintlich epische Gesänge, kitschig-balladeske Zwischensequenzen, pompöse Tasten-Arrangements noch und nöcher, und Melodien, die im Schlagerbereich definitiv genauso gut funktionieren würden, aber aufgrund der tatsächlich nicht existenten Rock & Roll-Credibility dort sogar partiell besser aufgehoben wären. Nein, schlecht gemacht ist das womöglich nicht, jedoch sortiert sich dieses Zweitwerk dennoch nur brav in den Gleichklang der heutigen Symphonic-Szene ein und kann auch mit den gelegentlichen Alibi-Growls nicht erreichen, dass man hier ernsthaft von packendem Metal sprechen mag. Und das führt auf Dauer dann auch eher zu sehr einer extrem angestrengten Auseinandersetzung mit zehn Kompositionen, die den wenigen wirklich starken Acts der Szene nicht das Wasser reichen können.
Zugegeben: Ich bin der Bombastszene schon seit geraumer Zeit nicht mehr sonderlich zugewandt, dies mag auch auf diese Kritik hier abfärben. Wenn sich neue Bands jedoch nur an einem allseits bekannten Baukasten abarbeiten und dabei wirklich null Eigenständigkeit generieren, darf man ruhig auch mal den mahnenden Zeigefinger heben. Wer eine weitere gut gemachte, an sich jedoch gesichtslose Scheibe aus diesem Sektor braucht, kann sich bei "Embery Of A Dying World" gerne bedienen. Alle anderen können ihr Geld lieber für andere Projekte aufsparen!
- Note:
- 5.00
- Redakteur:
- Björn Backes


