PASTOR GERALD - Planet der Pfaffen
Mehr über Pastor Gerald
- Genre:
- Deutsch-Punk
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Dackelton Records
- Release:
- 07.11.2025
- Intro
- Gottes Plan
- Brotdose
- FDP hat Sexverbot
- Dosenpfändung
- A.E.K. (Allgemeine Eichel-Kontrolle)
- Karens
- Furzstängelpatrone
- Timmendorfer Strand
- Natural Born Müllers
Kein frommes Debüt.
PASTOR GERALD ist eine junge Punkband aus Norddeutschland und veröffentlichte bereits 2022 ihre EP "Lizardking Ochsenknecht" in Eigenregie. Die Band besteht aus Drummer Jannse, den Gitarristen Jaki und Miggi, Tüte am Bass und wird seit 2023 von Sängerin Maja komplettiert. Bereits kurze Zeit später durfte die Band dann schon ihren ersten Auftritt auf der Kieler Woche erleben.
Mit "Planet der Pfaffen" legen die Nordlichter nun ihr Debütalbum vor, das auf Dackelton Records erschienen ist. Auf den, inklusive Intro, zehn Song wird eine thematisch bunte Mischung geboten. So werden Themen wie Religionskritik, Altersarmut oder falsche Ernährung besungen. Dies geschieht immer auf satirische, ironische und witzige Art, die sich in den abwechslungsreichen Texten zeigt. Zwar zündet nicht jeder eingestreute Witz und manche Aussagen grenzen an Plattitüden, aber hier ist definitiv eine Band mit Haltung und Herz am Werk.
Dies zeigt sich auch auf der musikalischen Seite, denn keiner der Musiker entspricht dem Klischee, dass Punker Ihre Instrumente nicht beherrschen würden. Als Grundlage für alle Songs dient klassischer, eingängiger Punk und Punkrock, was in den Liedern 'Gottes Plan', 'FDP hat Sexverbot', sowie 'A.E.K.' (schön rotzig gesungen von Bassist Tüte) gut zu hören ist. Aufgelockert wird dies immer wieder durch kleine musikalische Spielereien wie den jazzigen Anfang von 'Dosenpfändung' oder die halbe Countrynummer 'Natural Born Müllers', die Sängerin Maja mühelos heruntersingt. Überhaupt ist diese Frau gesanglich herausragend. Sie beherrscht das gesamte gesangliche Spektrum von leicht und sanft, über rotzig und frech, bis hart und rockig. Spätestens wenn sie musikalisch den 'Timmendorfer Strand' in Schutt und Asche legt, dürfte wohl auch dem letzten Hörer klar sein, dass diese Frau ihr Handwerk mehr als beherrscht.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "Planet der Pfaffen" ein sehr vielversprechendes und abwechslungsreiches Debütalbum geworden ist, das ich bestimmt immer wieder einmal hören werde. Hier scheint eine Band auf dem richtigen Weg zu sein und ich bin gespannt, was man in Zukunft noch von PASTOR GERALD hören wird.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- René Juffernholz


