ORPHAN PLAYGROUND SNIPER - Chronicles II: Slampede Of The Hammered
Mehr über Orphan Playground Sniper
- Genre:
- Brutal Death Metal
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Rising Nemesis Records
- Release:
- 05.12.2025
- Cumina Hoenada (Let The Party Begin)
- Desobernize
- Once Upon The Cock
- Breed And Proceed
- Ostberlin Asozial
- Straight Outta Shithole
- 138 Petabytes Of Porn (Big Data For Big Dicks)
- Slamdown Panty Raid (The Opening Of The Legs)
- Kentucky Iced Bear
- Born To Blaze Hell
- Chased Through The Liver By A Whiskey
Nicht immer geschmackssicher, aber durchaus unterhaltsam.
Ein Blick auf die Songtitel und die erneut sehr bunte Aufmachung des neuen Albums von ORPHAN PLAYGROUND SNIPER verrät, dass man auf "Chronicles II: Slampede Of The Hammered" keine musikalischen Leckerbissen erwarten sollte. Statt sich aber dem allseits beliebten Mix aus brutalem Gebolze und inhaltlichem Klamauk hinzugeben, haben die Jungs aus Berlin durchaus eine anständige Brutal-Death-Scheibe ins Rennen geschickt, die zwar keine nachhaltigen Highlights liefert, aber in ihrem Segment definitiv eine ordentliche Figur abgibt. Schlicht und ergreifend, weil ORPHAN PLAYGROUND SNIPER den Wert eines gesunden Grooves noch ordentlich zu schätzen weiß.
Darüber hinaus wird hier auch in verschiedensten Tempolagen geknattert, mal mit thrashigem Versatz, mal recht martialisch, vor allem aber ununterbrochen brachial. Der Fokus liegt auf groovigem, teils recht modern inszeniertem Death Metal, der in seinen heftigsten Momenten auch mal eine kurze Core-Unterbrechung aufwirft, dann aber doch wieder in den angestammten Todesbleihafen zurückkehrt, um dort mit einigen grindigen Zutaten auch noch die Gore-Sparte zu füllen. Nichts anderes hat man von den elf neuen Stücken auch erwartet!
Was man allerdings wohl erwarten kann, ist, dass sich "Chronicles II: Slampede Of The Hammered" relativ schnell verbraucht hat und die gelegentlichen Lacher, die man in den ersten Durchgängen noch auf der Haben-Seite hat, mit der Zeit verpuffen, ebenso die anstößigen, provokanten Samples, die man hier und dort einbaut. Aber auch darauf ist man vorbereitet, will man sich lediglich von den brutalen Attacken dieser Herrschaften verkloppen lassen und Death Metal nicht zwingend als Stangenware erleben.
ORPHAN PLAYGROUND SNIPER kann für den Augenblick ganz gut unterhalten und Spaß machen, das zeigt die Truppe auch auf ihrem neuen Release. Doch die Begeisterung ist zeitlich begrenzt und hat ein Ablaufdatum. Nur wenn man auch darauf vorbereitet ist, sollte man hier einen Lauschangriff riskieren und sich über kleine Überraschungen, wie zum Beispiel die clean Vocals in 'Slamdown Panty Raid (The Opening Of Legs)', freuen.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Björn Backes


