AEON GODS - Reborn To Light
Mehr über Aeon Gods
- Genre:
- Symphonic Power Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Scarlet Records
- Release:
- 20.02.2026
- Birth Of Light
- Flames Of Ember Dawn
- Barque Of Millions (Amduat pt. I)
- The Sacred Union (Amduat pt. II)
- Soldiers Of Re (Amduat pt. III)
- Reborn To Light (Amduat pt. IV)
- Feather Or Heart
- Rebellion (Re's Dying Reign pt. I)
- Blood And Sand (Re's Dying Reign pt. II)
- Farewell (Re's Dying Reign pt. III)
Auch bei den alten Gottheiten in Ägypten lief nicht immer alles glatt.
Ging es im Debüt-Album "King Of Gods" von AEON GODS noch um die alten babylonisch-assyrischen Gottheiten, so müssen beim zweiten Album "Reborn To Light" diesmal die altägyptischen Gottheiten im Umfeld von Re herhalten. Das wiederum hat mich dazu bewogen, meine Kenntnisse darüber wieder etwas aufzufrischen. Ich habe mich bemüht, möglichst alles korrekt wiederzugeben.
Auch wenn man sich nicht so gut in den, zugegebermaßen etwas schwer zu durchschauenden, göttlichen Verhältnissen des alten Ägyptens auskennt, so sollte dies doch kein Hinderungsgrund sein, auf das Anhören des Albums zu verzichten. Schon gar nicht, wenn man gut gemachten symphonischen Power Metal mag. Denn auch mit "Reborn To Light" setzt die Band den eingeschlagenen Weg fort: rasanter, epischer Power Metal, eingängige Refrains, tolles Drumming und eine überzeugende Saitenfraktion. Nicht zu vergessen der starke Gesang von Alex 'Sol'Ra-tu'. Oh, auch das Cover-Artwork, gestaltet von Peter Sallai (SABATON, FEUERSCHWANZ, HAMMER KING – um nur einige zu nennen), ist wieder einmal ausgesprochen gut gelungen. An der Produktion gibt es ebenfalls nichts zu meckern.
So lasset uns die göttlichen Spiele beginnen. "Reborn To Light" startet rasant mit 'Birth Of Light' - tolles Drumming und wunderbarer Chorgesang inklusive. Auffällig sind auch die eingängigen Refrains, die sich nicht nur hier, sondern durch alle Tracks ziehen. Mit Chorgesang beginnt auch das melodische 'Flames Of Ember Dawn', das schon eine kleine Gänsehaut hervorruft. Einfach schön.
Hier schließt sich "Amduat-Teil I -IV" an. Eine kurze Anmerkung, was es mit "Amduat" auf sich hat, sei hier doch angemerkt. Grob gesprochen geht es um die zwölfstündige nächtliche Fahrt des Sonnengottes Re durch die Unterwelt in einer Barke. Auf dieser Nachtfahrt stößt Re auf verschiedene Hindernisse, die er und seine Helfer überwinden müssen, wobei sein Hauptfeind die Schlangengottheit Apophis ist. Re muss diese Fahrt jede Nacht machen, damit die Sonne wieder aufgehen kann. Während 'Barque Of Millions (Amduat pt. I)' eine epische Ballade ist, geht es bei 'The Sacred Union (Amduat pt. II)' wieder rasant zur Sache.
Die nächste Gänsehaut bekomme ich beim eindringlichen 'Soldiers Of Re (Amduat pt. III)'. Oh ja, ich sehe vor meinem inneren Auge die marschierenden Soldaten, die die Feinde in Schach halten und dadurch dafür sorgen, dass es wieder einen Sonennaufgang gibt. Dazu die in diesem Fall etwas rauere Stimme von Alex – ein herrlich umgesetzter Track. Das rasante, vom ebenso rasanten Drumming dominierte 'Reborn To Light (Amduat pt. IV)' zeigt auf, dass es Re wieder geschafft hat, ein neuer Tag kann beginnen ("Death at west and resurrection in the east … Reborn to light, the holy Re regained his powers and his glory … A new tomorrow brings the long-desired sunrise … Re overcame the evil forces of the night" *).
Einen kleinen Zwischentrack gibt es mit 'Feather Or Heart'. Dabei geht es darum, dass die Herzen der Verstorbenen mit einer Feder auf einer Waage gewogen werden. Nur der, desen Herz leicht wie eine Feder war, konnte ins Jenseits eintreten.
Die letzten drei Tracks befassen sich wieder mit Re, der jahrhundertelang als Schöpfer der Wesen auf der Erde gelebt hat, jetzt aber alt geworden ist und sich in den Himmel zurückziehen will ('Rebellion (Re's Dying Reign pt. I)'), was den Menschen so gar nicht passte. Sie waren wütend und fingen an, ihn zu verachten. Das wiederum erboste ihn, so schickte er die Göttin Hathor, um die bösen Menschen zu töten ('Blood And Sand (Re's Dying Reign pt. II)'). Die verwandelte sich in Sekhmet und begann in einem Blutrausch alle zu vernichten – Re hatte keine Kontrolle mehr über sie. Durch einen Trick mit rot gefärbtem Bier, das Blut darstellen sollte, täuschte er sie und sie schlief ein. So wurden die Menschen gerettet. Trotzdem zieht sich Re von der Erde zurück ('Farewell (Re's Dying Reign pt. III)') und steigt in den Himmel auf.
Diese drei letzten Tracks bieten powermetalmäßig nochmal alles auf, was die kraftvolle Musik von AEON GODS ausmacht: orchestrale Hymnen, großartiger Chorgesang, eingängige Refrains, exzellentes Riffing, beeindruckender Gesang und – ich muss es einfach noch einmal erwähnen – ein Drumming zum Niederknien. Elias 'Iš'Taru' Knorr trägt seinen Namen als "Thunder of the Gods" zu Recht. Musik, die sich durchaus als Filmmusik eignen würde, dazu natürlich ein tolles Konzept, das Power-Metal-Fans, die sich für derartige Themen interessieren, gefallen dürfte. Also, einfach mal reinhören!
[*)"Tod im Westen und Auferstehung im Osten … Wiedergeboren im Licht, erlangte der heilige Re seine Kräfte und seinen Ruhm zurück … Ein neuer Morgen bringt den lang ersehnten Sonnenaufgang … Re besiegte die bösen Mächte der Nacht."
Reborn To Light (Amduat pt. IV)
https://www.youtube.com/watch?v=4PXpfeCKa20
Soldiers Of Re (Amduat pt. III)
https://www.youtube.com/watch?v=Te--Fsaq6-w
Birth Of Light
https://www.youtube.com/watch?v=dpD6ITazOOE
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Hannelore Hämmer


