MIDRYASI'S KULT - Italian Dark Sound
Mehr über Midryasi's Kult
- Genre:
- Doom Metal / Heavy Psych / Okkult
- ∅-Note:
- 5.50
- Label:
- Dying Victims Productions
- Release:
- 27.03.2026
- Italian Dark Sound
- M.I.M. Mayhem
- Into The Cellar
- Mountain Devil
- Taste For Damnation
- The Slow-ther (Of Genius/Lunacy)
- Hypnopriest
- The Lost Son Of Sylvester Anfang
Dunkel und okkult, aber auch muffig.
MIDRYASI'S KULT ist ein relativ neues Projekt von (ex-)Mitgliedern von AGARTHI, DOOMSWORD, FIURACH und MIDRYASI, das sich düsteren Klängen verschrieben hat. Ein 3-Track-Demo mit dem Titel "Mountain Devil" wurde vor ziemlich genau einem Jahr vom italienischen Underground-Label Caligari Records veröffentlicht. Nun ist die Formation bei Dying Victims Productions untergekommen, die drei Demo-Tracks finden sich aber auf dem Debüt wieder.
Mit dem Titelsong als Opener geht es im Stil von BLACK SABBATH der Frühphase eigentlich ziemlich gut los. Die Riffs sind nicht sonderlich originell, aber das Gesamtpaket macht Spaß. Die Drums treiben den Song gut voran, der Bass tönt schön erdig, und auch der Groove animiert zum Kopfnicken. Schon das folgende 'M.I.M. Mayhem' - einer der drei Demo-Songs -zeigt dagegen trotz ganz netter Synth-Eskapaden bereits zwei Schwächen von MIDRYASI'S KULT auf: das unausgegorene Songwriting und die Gesangsperformance - letztere trübt die Laune deutlich ein.
Bei 'Into The Cellar' passt es gesanglich ganz gut, da der Track trotz metallischer Schlagseite ein wenig nach düster und okkult eingefärbten SEX PISTOLS klingt. Auch dank feinster Schlagzeugarbeit überzeugt der Song. Mit 'Mountain Devil' folgt ein weiterer Demo-Track, der eigentlich passable Hooks hat und auch dezent punkig tönt, aber wegen des Gesangs auch keine Meisterleistung darstellt. 'Taste For Damnation' bewegt sich in Gefilden von Heavy Psych und Stoner Rock. Eine gewisse Eintönigkeit ist trotz interessanter Gitarrenarbeit nicht zu überhören. 'The Slow-ther (Of Genius/Lunacy)' hat einige instrumentale Glanzpunkte, nervt aber erneut wegen des Gesangs. Auch der dritte Demo-Song, 'Hypnopriest', ist einer der Schwachpunkte der Scheibe. 'The Lost Son Of Sylvester Anfang' ist eine kurzes Outro.
Ich komme in der Endabrechnung auf zwei interessante Songs, eine gelungene Underground-Produktion, eine überaus gewöhnungsbedürftige Gesangsperformance und eine über weite Strecken störende Ziellosigkeit im Songwriting.
- Note:
- 5.50
- Redakteur:
- Jens Wilkens


