COURSE OF FATE - Behind The Eclipse
Mehr über Course Of Fate
- Genre:
- Progressive Metal
- ∅-Note:
- 9.50
- Label:
- ROAR
- Release:
- 30.01.2026
- Memories
- Behind The Eclipse
- Sky Is Falling
- And So It Goes
- Acolyte
- Hiding From The Light
- Don't Close Your Eyes
- Neverwhere
Düsterer Prog Metal im Referenzmodus.
Das neue Jahr hat noch nicht so richtig begonnen, da eröffnen uns die Norweger von COURSE OF FATE bereits, dass sie mit ihrem aktuellen Werk Ansprüche auf das Album des Jahres stellen möchten - und das nicht etwa mit prahlerischen Ansagen, sondern mit einem der besten moderneren Prog-Metal-Releases im Hier und Jetzt. Bereits auf ihrem letzten Werk ("Somnium", 2023) hat die Truppe extrem aufhorchen lassen und die Konkurrenten allesamt übertrumpft, doch erst mit "Behind The Eclipse" strebt COURSE OF FATE nach musikalischer Unsterblichkeit im Dunstkreis von Acts wie NEVERMORE und EVERGREY, wobei gerade Letztgenannte mit ihrem zunehmend poppigerem Anstrich im direkten Vergleich das Nachsehen hat.
"Behind The Eclipse" startet noch recht unscheinbar, stellt sich nach dem Intro erst einmal auf die Bremse und präsentiert mit dem knapp zehnminütigen Titelstück einen monumentalen Doomkracher par excellence. Die Melodien bauen sich stetig aber eben auch turmhoch auf, das Riffing erinnert an Loomis in seinen besten Zeiten, und wenn schließlich die Hooklines einfallen und das grandiose Finale bestreiten, weiß man bereits, dass hier etwas ganz Besonderes lauert.
Die Nordeuropäer halten aber auch in den darauffolgenden Tracks Wort, wissen sich sogar noch einmal zu steigern und haben mit 'And So It Goes' und dem majestätischen 'Sky Is Falling' direkt im Anschluss zwei Hymnen im Gepäck, die auch Fans von WITHERFALL umgehend abholen sollten. Hier wird Magie zelebriert, hier erlebt der düstere Power Metal eine kleine Renaissence, die in Norwegen auf diesem Niveau bis dato nur von COMMUNIC so zielstrebig und aufregend gefeiert wurde.
Doch COURSE OF FATE setzt die Statement-Reihe bis zur letzten Note fort, zeigt Tom Englund in 'Acolyte' noch einmal auf, wie man finsteren melodischen Prog Metal anno 2026 lebendig macht und demonstriert im balladesken 'Don't Close Your Eyes', wie man auch ohne pompöse Untermalung Gewaltiges erschaffen kann. Freunde von "Dreaming Neon Black" werden schließlich im abschließenden "Neverwhere" verwöhnt und finden einen der besten NEVERMORE-Songs, die das Gespann Dane/Loomis nicht selbst komponiert hat - einfach nur grandios.
Einfach nur grandios ist letzten Endes das gesamte Album. Im Januar bereits über Jahreslisten zu diskutieren, scheint ein bisschen abgehoben. Ich bin mir aber jetzt schon sicher, dass sich "Behind The Eclipse" hier an einer der vordersten Positionen ausruhen darf.
- Note:
- 9.50
- Redakteur:
- Björn Backes


