CHARIOTS OVERDRIVE - The End Of Antiquity
Mehr über Chariots Overdrive
- Genre:
- Heavy Metal / Hardrock
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Gates Of Hell Records
- Release:
- 03.04.2026
- Where Dust Reigns
- Parasite
- Marching Maniacs
- A Taikonautic Alchemist
- Sunken Throb
- Chariots Overdrive
- Nomadic Warfare
- The End Of Antiquity
- A Bizarre Pilgrimage To The Cubik Mansion
Talent auf der Suche nach Qualität.
CHARIOTS OVERDRIVE könnte sicherlich eine dieser jungen Bands sein, die in der aktuell sehr erfolgreichen NWoTHM-Bewegung eine Rolle spielen könnten - zumindest wenn die Herren am Gesang arbeiten oder noch mal überlegen, ob sie am Mikro die Rotation in Gang setzen. Denn der klare Schwachpunkt der Truppe aus Atlanta sind die Vocals, die irgendwie saft- und kraftlos daherkommen, sich gar nicht erst in höhere Regionen wagen und nicht imstande sind, die gelegentliche Energie der Songs aufzunehmen und effizient zu verwerten.
Dabei ist der Mix aus traditionellem US-Edelstahl und vereinzelten Einflüssen des britischen 80s-Metals durchaus gefällig, bringt hin und wieder auch ein paar ordentliche Melodien zustande und erlaubt sich auch einige kauzige Ausflüge in den Proto-Metal-Bereich wie etwa im zwölfminütigen 'A Bizarre Pilgrimage To The Cubik Mansion'. Doch die damit einhergehende Epik bleibt ein Wunschgedanke, der meist am drögen Gesang, manchmal aber auch an den doch eher einfach gestrickten Arrangements hängen bleibt, denn auch in letztgenannter Kategorie ist auf "The End Of Antiquity" definitiv noch eine ganze Menge Luft nach oben. Es werden nicht mal überaus versierte technische Kabinettstückchen erwartet, doch jenseits der melodischen Leadgitarren ist das instrumentale Fundament eher schlicht und unspektakulär - und dabei lässt CHARIOTS OVERDRIVE zumindest hier und dort schon erahnen, dass durchaus Potenzial in der Band steckt. Und das ist auch der Grund, warum der eingangs erwähnte Konjunktiv auch weiter Bestand hat.
Zum jetzigen Zeitpunkt jedoch gerät CHARIOTS OVERDRIVE respektive das neue Album der Amis noch ins Hintertreffen, weil einfach an allen Ecken und Enden noch signifikante Baustellen bestehen, die erst einmal abgearbeitet werden müssen. Die Songideen beschreiben jedoch bestehende Talente, die bei entsprechend professioneller und vor allem entschlossener Umsetzung durchaus zu Highlights führen können. Geben wir der Band also noch etwas Zeit und betrachten diesen Release als Zwischenstation, die man sich mal anhören kann, die aber für den Moment noch nicht den nötigen Kick liefert.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Björn Backes


