CASKET - In The Long Run We Are All Dead
Mehr über Casket
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Neckbreaker Records
- Release:
- 23.01.2026
- The Will To Comply
- Highest Thrones
- Mirrors
- Seeds Of Desolation
- Hammer, Knife, Spade
- Skull Bunker
- Necrowaves
- Mainstream Mutilation
- Fundamental Rot
- Strangulation Culture
- Graveyard Stomper
Gute Standards, wenig Spezielles!
CASKET ist ein echtes Urgestein der deutschen Death-Metal-Szene und seit mehr als 35 Jahren ein zuverlässiger und entsprechend regelmäßiger Lieferant derbster Todesblei-Kost. Nichtsdestotrotz hat die Band nie zur Spitzenklasse der internationalen Szene aufschließen können und mit all ihren Versuchen zumeist in der zweiten Reihe Platz nehmen müssen. Die Gründe hierfür sind vielfältig, manchmal aber sicherlich auch darin zu suchen, dass die Truppe aus Reutlingen zu verkopft an die Sache herangeht und zu wenig Punk in ihre Songs bringt - ein Dilemma, von dem sich auch das aktuelle Album der Schwaben nicht freisprechen kann.
Einmal mehr sind auf "In The Long Run We Are All Dead" alle Basics swouverän abgehandelt: Die Growls sind brutal und ultratief, die Rhythmusmaschinerie rollt und ist vor allem im Midtempo eine sichere Bank, an dreckigen Sägen mangelt es den elf Nummern ebenfalls nicht, doch viel zu selten will der Funke auch mal überspringen, weil abseits dieser Standards zu wenig Aufregendes passiert. Und wenn sich CASKET dann mal entschließt, die angestammten Pfade zu verlassen, wird es partiell wieder eher konfus und nicht mehr ganz so zielstrebig - ein Songs wie 'Seeds Of Desolation' ist hier sinnbildlich zu nennen.
Dass die Band das Einmaleins des ganz dreckigen und gemeinen Death Metals beherrscht, steht derweil außer Frage, schließlich sind doomige Abrissbirnen wie 'Hammer, Knife, Spade' und 'Strangulation Culture' durchaus auf einem Level, das Fans von ASPHYX und Co. zufriedenstellen dürfte. Aber dennoch fehlen auch "In The Long Run We Are All Dead" diese ganz besonderen Momente, in denen CASKET die eigene Signatur etwas mehr schärfen und sich somit auch aus der Masse der Szene hervorheben kann. Die neue Scheibe ist eine solide Nummer, genauso wie auch die meisten vorangegangenen Releases, aber erneut muss man konstatieren, dass die Süddeutschen zu wenig aus ihren Möglichkeiten machen. CASKET hat einen Knaller im Repertoire, hat ihn aber in dreieinhalb Dekaden nicht entfesseln können. Ob dies noch geschehen wird, bleibt fraglich - "In The Long Run We Are All Dead" ist aber eher befriedigend als sehr gut.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Björn Backes


