BUCHANAN, JAY - Weapons Of Beauty
Mehr über Buchanan, Jay
- Genre:
- Rock
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Sacred Tongue Recording
- Release:
- 06.02.2026
- Caroline
- High And Lonesome
- True Black
- Tumbleweed
- Shower Of Roses
- Deep Swimming
- Sway
- The Great Divide
- Dance me To The End Of Love
- Weapons Of Beauty
Staubige Lagerfeuerromantik in der Prärie.
Es besteht spätestens nach "Weapons Of Beauty" kein Zweifel mehr daran, dass Jay Buchanan ein wirklich hervorragender Sänger ist, dessen Stimme ein Album nahezu im Alleingang zu tragen vermag. Der Frontmann der RIVAL SONS, mit denen er beachtliche Erfolge vor allem in den USA feiern konnte, hat sich auf seinem ersten Soloalbum entschieden, bewusst einen völlig anderen musikalischen Ansatz zu verfolgen, als mit seiner Hauptband. Er serviert uns zehn reduzierte Lieder, die sich radikal entfernen vom krachenden Rock und tief eintauchen in ein Genre, das wir hier nur selten anreißen: Americana.
Die zehn Stücke sind zumeist nur mit seiner Stimme und akustischer Gitarre, manche auch mit Unterstützung einiger Perkussionsinstrumente intoniert worden und stellen schon dadurch den Gesang in den Mittelpunkt. Dabei beweist Buchanan sein Können, wenn er beispielsweise 'Sway' nahezu allein und kurz vor dem a cappella beeindruckend vorträgt, den ebenso einfach gehaltenen Titelsong als Abschluss quasi als Sonnenuntergang des Albums präsentiert oder das Stück 'Dance Me To The End of Love' von Leonard Cohen überzeugend interpretiert.
Tatsächlich ist jeder einzelne Song absolut beeindruckend und schön und zeigt den Musiker von einer Seite, die ich von ihm zuvor noch nicht gekannt habe, obwohl ich weiß, dass Buchanan bereits vor den RIVAL SONS in den klassischen amerikanischen Sounds zuhause war. Wer für solche Stile empfänglich ist, erhält mit "Weapons Of Beauty" ein emotionales, tiefschürfendes Album mit lesenswerten Texten, das zwar schön, aber weit entfernt von Easy Listening ist. Am Stück genossen ist das erste Solowerk von Jay Buchanan dann auch nichts, das in Dauerschleife in meinem Player rotieren wird, dazu ist es auf Dauer zu ruhig, aber auch zu melancholisch, auch zu depressiv. Aber einzelne Stücke sind einfach bewundernswert gefühlvoll und gelungen, besonders das zum Ende aufgesparte namensgebende 'Weapons Of Beauty', ohne dass es einen schwachen Song auf der Scheibe gäbe.
Auch wenn es nicht das passende Album für jede Gelegenheit ist, allein die Performance des Sängers ist es wert, zumindest einmal reingehört zu haben. Hier ist deswegen die erste Single 'Caroline', ein schönes Lied, aber bei weitem nicht das Highlight des Albums. Es gibt noch Beeindruckenderes zu entdecken auf "Weapons Of Beauty".
Caroline
https://www.youtube.com/watch?v=AqLk9rJHKJg
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Frank Jaeger


