Gestern Abend LINKIN PARK in Hamburg gesehen.
Im Vorprogramm PHANTOGRAM (waren nicht schlecht, aber die Songs ähnelten sehr) und CLIPSED, eine Rap Crew, die einen Song mit Kendrick Lamar gemacht haben, der wohl dieses Jahr auch einen Grammy bekam (Nichts für so einen alten weißen Mann, wie mich). Aber der Song über Mike Tyson hat mich etwas abgeholt.
Um 21 Uhr ging es nun los. Die Voraussetzungen waren top. Angenehme Temperaturen, kein Regen.
"Lying from you" hatte erstmalig die Ehre, ein Linkin Park Konzert zu eröffnen. Danach wurde mit "Crawling" gleich der erste Klassiker ins Stadion gebrüllt. Der erste Block wurde dann mit Up from the Bottom, New Divide und The Emptiness Machine fortgesetzt.
Im 2. Act ging es gleich mit The Catalyst und Burn it down weiter. Dort war auch der Solospot von Joe Hahn untergebracht. Im 3. Act dann Lost, Breaking the Habit, Good Things Go und What I've done.
Im 4. Teil der Show wurde Overflow mit Depeche Mode Einlage zum Besten gegeben, danach folgte der Dreierpack des Abends, der so ziemlich alle Dämme bei den knapp 50.000 im Stadion brechen ließ: Numb, In The End und Faint. Und auch die Zugabe mit Papercut, Heavy is the Crown und Bleed it out hatte es in sich. Ende um kurz nach 23 Uhr.
Hier die komplette Setlist:
https://www.setlist.fm/setlist/linkin-p ... 751c9.html
Stimmung im Publikum gut. Stimmung bei der Band auch gut (Emily hat sogar ein "Moin, Hamburg!", "Hamburg, meine Perle" und "Deutschländ, ich liebe euch!" ins weite Stadionrund gerufen). Optisch war das auch alles sehr gut aufbereitet.
Der Sound war von meiner Position aus allerdings streckenweise eher suboptimal. Während Drums, Bass und Gitarre ordentlich Druck hatten, kamen die Keyboards und die Sounds von Joe Hahn dann doch eher etwas schwachbrüstig rüber. Besonders ist mir das beim Intro von "Numb" aufgefallen. In der Mitte von "Faint" schien es so, als ob die Gesamtlautstärke noch mal ein paar db hochgedreht wurde. Auch der Gesang ging anfangs etwas im Gesamtsound unter. Vielleicht ist es auch mein Alter, wer weiß das schon.
Herzerwärmend war die Szene, als Mike Shinoda von der B-Stage hinabstieg um mit den Fans in den ersten Reihen abzuklatschen. Ein Mädel wollte ihn nicht mehr loslassen. Dann hat er einen kleinen Jungen gesehen. Für den Bengel war es wohl sein allererstes Konzert überhaupt in seinem Leben. Shinoda hat ihn nach einem kleinen Wortwechsel mit dessen Eltern zu einem Tausch der Caps überreden können. Auf Shinodas Kappe waren die Unterschriften aller Bandmitglieder. Nach einer herzlichen Umarmung ging es wieder zurück auf die Bühne.
Mutti hat das ganze dann auch gleich bei youtube veröffentlicht.
https://www.youtube.com/watch?v=pKRNg-W5dQc&