Hier dann auch nochmal ein bisschen Vertiefung zu meinen Sachen:
CATHEDRAL "The Ethereal Mirror" (1993)
Bin selbst kein Megafan der Band, aber manche Songs kicken mich dann doch. Vor allem der Hexenfindergeneral. Der bekiffte Groove gefällt mir auch. Kann aber auch gut verstehen, wenn man es etwas dröge findet.
MAEL MÓRDHA "Manannán" (2010)
Primordial in gut ist natürlich etwas blasphemisch, aber ich bin tatsächlich auch nicht der Mega-Primordial-Fan, wie manch anderer Metalhead. Mir ist der Pathos manchmal ein wenig zu aufgesetzt. In Sachen irische Bands bin ich ja bekanntlich "Team Cruachan". Aber ich mag schon auch die anderen auch... Primordial, Mael Mórdha, Waylander, The Pogues, Clannad, Enya...

KHOLD "Du Dømmes Til Døden" (2024)
War ja mein Album des Jahres vorvoriges Jahr. Gleiches Team wie TULUS, und auch in Teilen gleiches Team wie SARKE. Der groovend-schleppende Ansatz in Sachen "true norsk". Das hier ist schlicht ein wundervoll makabres und auch berührendes Konzeptalbum über die letzten vollstreckten Todesurteile in Norwegen. Oft traf es junge Frauen. Besessene. Vom Trolldom gedoomt, sozusagen. Das Album hat mich massiv beim Schreiben meines Buches beflügelt.
PROTECTOR "A Shedding Of Skin" (1991)
Auch bei mir nicht die vorderste Reihe der Teutonenthrasher, aber da ich Teutonenthrash immer gut finde, natürlich auch hier Zielgruppe. Aber ich mag ja auch Sodom und Flag of Hate.
BLACK SABBATH "The Dio Years" (2007)
Das Wesentliche dazu hab ich ja schon gesagt. Dio & Sabbath ist natürlich einfach immer perfekt. Auf diese übersehenen Dio-Hits mache ich ja gerne mal aufmerksam. Kerry Livgren, anyone?
THE PRETTY RECKLESS "Going To Hell" (2014)
Dazu kann ich nicht viel mehr sagen, als ich eh dauernd sage. Was mich am meisten freut, ist dass es euch auch so gut gefällt. Irgendwie verwunderlich, dass die Band trotz der immensen Livepräsenz mit AC/DC, und den wirklich bärenstarken Songs, hierzulande noch nicht den Status hat, den sie in den USA hat. Gut, vielleicht ist man in Deutschland halt weniger Gossip-Girl- und Social-Media-geprägt als in den US of A. Wobei ich halt finde, dass diese Band wirklich auch ohne die Vorgeschichte von Taylor Momsen zu kennen ein echtes Wunderding ist. Mich hat sie ja auch beim Gig mit AC/DC aus dem Stand komplett umgehauen, und ich kannte weder Taylor Momsen noch Gossip Girl noch die Band.
MAYHEM "Daemon" (2019)
Gut, dass Mayhem sich in meine DNA eingeschmolzen hat, seit inzwischen 33 Jahren, das weiß jeder hier. Für mich eine Band ohne Fehl und Tadel. Quasi stets Perfektion. Vorhin hab ich kurz angerissen, dass Mayhem nie den allzu minimalistischen Ansatz hatte. Schon Euronymous wollte nie Underground sein. Aber auch kein Trend. Er wollte einen Kult erschaffen, eine Bewegung, und er war niemals Understatement. Auch Sänger Attila war schon zu Tormentor-Tagen immer auch Schauspieler, Stageact, Kostüm und Brimborium. Mayhem der Neuzeit ist aber vor allem eins: Ein musikalisches Monster. Technisch besehen. Und eine Urgewalt, stimmungsmäßig besehen.
ZAHO DE SAGAZAN "Une Symphonie des Éclairs" (2023)
Nun. Französischer Chanson mit Kraftwerk-Elektro und Orchester-Arrangements aus Rabenhausen mag eine Überraschung sein. Aber ich bekenne das an dieser Stelle einfach mal ganz offen, dass mich die junge Dame mit ihrer Stimme, ihrem meisterlichen Duktus/Textpainting, und auch ihrem Ausdruck kund Stageacting einfach komplett kalt erwischt hat. Finde ich schlicht unheimlich künstlerisch und ausdrucksstark.
GAAHLS WYRD "The Humming Mountain" (2021)
Jupp. Mantrisch und trippig. Dabei aber halt auch trotzdem urnorwegisch und charismatisch. Stimmt, Gaahls Stimme könnte im Mix gerne noch etwas präsenter sein.
GARBAGE "The World Is Not Enough" (1999)
Zu Garbage hab ich auch schon bisschen was gesagt. Für Shirley Manson gilt ähnliches wie für Zaho. Die Ausdrucksstärke der Schottin und ihr gefühlvoller, einzigartiger Unterton sind so bestechend, dass ich mich auch hier Musik öffnen konnte, die eigentlich nicht in mein Beuteschema passt(e). Wie bei Zaho gibt es ja hier auch viel Elektronik, viele Loops, die rockigen Elemente sind eher hintergründig; die androgyne Aura ist ja auch oft eher nicht so das meine, wenn ich da zum Beispiel an MUSE denke, aber bei GARBAGE passt das für mich total. Und Stücke wie Think I'm Paranoid, Stupid Girl, Androgyny, Milk oder Only Happy When It Rains sind halt auch einfach Megahits.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38