Dann geh ich auch mal kurz dazwischen:
#1
Patriarchs in Black - Celestial Yard
=> Tolle Akustikgitarre, die Geigenparts auch sehr passend, super Gesungen. Warum hab ich eigentlich keine Scheibe von den Herren? Pff...
Foo Fighters - The Sky Is A Neighborhood
=> Die Band hab ich im Gegensatz zu den Patriarchen eher bewusst ignoriert. Nicht zwangsläufig aus Bosheit, sondern einfach, weil ich bereits für Nirvana nie viel übrig hatte, und mich auch nicht für Grohls Folgeprojekt interessiert habe. Daran hat dann auch die tolle Probot-Scheibe nicht wirklich viel geändert. Schlecht finde ich das aber definitiv nicht. Die Gitarren sind schön heavy, die Produktion ansonsten auch angenehm, ebenso der Gesang. Die Stopps im Rhythmus sorgen für einen eigenwilligen (Un-)Groove. Doch, cooler Song.
#2
Mind Funk - Ride & Drive
=> Funky ist ja für mich oft eher schwierig. Ausnahmen gibt es... Mordred, die siebte Stormwitch, Faith No More zum Teil. Hier hat der funky rhythm, aber durchaus auch einen voivodesken Hau. Der Gesang auch. Passt. Feine Sache.
Suicidal Tendencies - Send Me Your Money
=> Haha... habt ihr euch abgesprochen zur Funk Runde? In den Achtzigern und Neunzigern hab ich S.T. naturgemäß gehasst. Crossover, Rap, Scratching... alles so furchtbar untrue! Habe damit aber längst meinen Frieden gemacht und bin inzwischen auch stolzer Eigentümer der Alben 1-7, 11 und 13. Der Song ist cool, wobei ich die Backings im Refrain recht dröge finde (wohl Absicht) und die Bläserhupen ein bisschen irritierend. Aber doch, heute geht das.
#3
The Pogues - Young Ned of the Hill
=> Mit Irland rennt man bei mir ja fast immer offene Türen ein, mit Irish Folk eh, und mit Shane McGowan noch mehr. Hab ich ja tatsächlich um die Jahrtausendwende durch seine Gastauftritte bei Cruachan erst kennengelernt. Immer toll.
Forever - Got Me
=> Never heard of. Schön spacige Schieberiffs zum Auftakt. Gesang ist auch direkt sehr cool und ausdrucksstark. Feiner Stoff für Freunde von Lillian Axe, Europe und vielleicht T.N.O.o.U.K.o.G.
#4
Alias - Metal to Infinity
=> Wenn das mal kein guter Albumtitel ist, für ultratrue Gatekeeper wie ich manchmal (k)einer bin. Muss ich dann wohl bestellen, denke ich. Beide Scheiben. Done...
Mayhem - Fall of Seraphs
=> Okay. Dazu sag ich dann mal nicht viel. Kann alles.
#5
Piranha - Nursery Rhymes
=> Allein schon wegen Baloff essentiell. Ist ja nicht so, dass der man auf zu vielen Alben zu hören wäre. Davon abgesehen ist es natürlich ein verrauschtes Demo. Aber macht ja nix. Ich bin mit dem 2nd Wave Black Metal aufgewachsen und Pure fuckin' Armageddon klang auch nicht besser.
The Night Flight Orchestra - Gemini
=> Das ist dann klanglich und ästhetisch das Kontrastprogramm, würde ich sagen. Bin ja kein so großer Fan der Band wie es manche Redaktionskollegen sind. Ist mir ein wenig zu glatt und poppig auf Albumdistanz. Aber ja, wenn man einen Song hört, mit einem coolen Sci-Fi-Clip im Captain-Future-Stil, dann kann man halt doch nicht anders, als ein bisschen Spaß zu haben.
#6
Frank Marino - Juggernaut
=> Ja, fein. Rockig, abgefahrenes Riffing und auch sehr stark gesungen. Der Drive mit Rockabilly-Vibes hat irgendwie was von Motörhead, finde ich, oder von Hawkwind. Aber cleaner in der Produktion und natürlich auch an den Vocals. Bockt!
Devin Townsend - Spirits Will Collide
=> Im Schnittbereich von Metal mit Prog und Industrial ist Heavy Devy sicher einer meiner Lieblingsmucker, auch wenn ich mich bisher nicht an seine Diskographie herangewagt habe. Hier sind wir sehr orchestral und pompös unterwegs, breitwandig, choral, fast hin zu Jarre-Vibes. Toll gesungen. Herrlich beklopptes Video. Schön.
#7
Medusa - Schizophrenia
=> Hamburger Demountergrund aus den Spätachtzigern und echter True Metal mit Prog/Power-Ansatz. Die Sängerin von XANDRIL... da hab ich die Anthology. Kam mir tatsächlich irgendwie bekannt vor. Saucool!
Flying Colors - Kayla
=> Prog-Supergroups (oder Supergroups allgemein) sind meistens ja nicht so 100% meins. Wie auch Holg schreibt, gibt's da nichts, was nicht gut dran wäre. Höre ich auch gern. Aber mir fehlt da dann oft so ein wenig der Stallgeruch, das verschrobene "Ich mach mein unverkennbar Ding!". Da müsste man sich wohl intensiver drauf einlassen, um für sich mehr herauszuziehen. Nichtsdestotrotz: Super gesungen, sehr differnziert produziert, und auch mit feinem Refrain und instrumentalen Hooks verziert.
#8
Berurier Noir - Nuit Apache
=> Alors, c'est ta francophilie en marche? Frankopunk hatten wir ja vor nicht allzu langer Zeit im Soundcheck. Timo und ich waren einigermaßen begeistert; andere deutlich weniger. Ja, was soll ich sagen. Gefällt. Macht Spaß.
Aerosmith - Falling In Love (Is Hard On The Knees)
=> Kenn ich natürlich. Aerosmith ist zwar in den poppigen-kommerzielleren Momenten oft nicht 100% das Meine, aber auf der anderen Seite ist es halt doch immer cool. So auch hier. Das Glammige, das Saxophon, die Bigband-Momente... eher eine fremde Welt für mich, aber die machen das schon super und es ist unverkennbar. Ich hab mir schon öfters mal überlegt, ob ich da auch mit dem Sammeln anfange. Hab nur die "Get A Grip". Wird sicher irgendwann passieren. Mit Mops-Gutschein und zu viel Zeit...

#9
Weapon UK - Set The Stage Alight
=> Schon lästig, wenn man immer so drastisch dran erinnert wird, was man auch schon lang mal kaufen wollte.

Speediger NWoBHM-Kult vom Feinsten. Eine der zahlreichen Brit-Bands, die es in der NWoBHM selbst nur auf 'ne Single und ein Demo gebracht haben, und die inzwischen wieder da sind und Alben machen. Wenigstens die Compilation wird mal her müssen. Die drei Studioalben? Mal schauen... mit NWoBHM kann man ebenso wenig falsch machen, wie mit US Metal.
Sepultura - Agony Of Defeat
=> Sepultura fand ich bis Anfang der Neunziger toll, dann eine Weile ziemlich schlimm (weil keine reine Lehre mehr), aber mit der DANTE hab ich sie wieder lieben gelernt und dann retrospektiv alle Lücken wieder verschlossen. Das (vermutliche) Abschiedsalbum
ist der Hammer und du hast einen der besten Songs ausgewählt. Der Diskographie-Check war damals cool. Einer von zwei Auftritten meiner Wenigkeit im Podcast.
#10
Triarchy - Save The Khan
=> Und nochmal NWoBHM-Kult der vorbeschriebenen Art. Muss auch bei Gelegenheit her. Mal schauen, ob sich die HRR Compilation noch auftreiben lässt. Hmm... 23-25 Euro ist aktuell der Marktpreis. Mal beim KIT am Metalmarkt stöbern.
Down - Over The Under
=> Im Gegensatz zu Pantera hab ich die mal live gesehen beim Rock Hard. Finde ich eigentlich recht cool, den sludgigen Kram. Man hört Pantera, man hört C.O.C., man hört Crowbar. Also ist das Ding definitiv seiner Eltern Kind. Irgendwann könnte auch das an der Reihe sein. Passt.
Nichts dabei, was mir nicht gefallen hätte, und vieles dabei, was ich mir auch noch in die Sammlung holen möchte.
Für den Moment hab ich mal die beiden Aliases bestellt.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38