Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.

Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon kingdiamond » Samstag 27. Dezember 2025, 01:38

Pillamyd hat geschrieben:Platz 06
Jinjer | Duél



Kopiere Havoc’s Kommentar. ;-)

Nein, ich habe dieses Album nicht gehört, aber vor ein paar Jahren mit die Band auf dem RockHarz live angeschaut, da die „so gut sein sollen“.
Zu diesem Zeitpunkt habe ich für mich entschieden: diese Band ist für meine Hörgewohnheiten nicht notwendig. Und ich nicht für ihre Fanbase.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Samstag 27. Dezember 2025, 10:33

Havoc hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:Platz 06Jinjer | Duél


Hier wird es schwieriger. Das ist eher nix für mich. Mit Frauengesang tue ich mich immer schwer. Besonders wenn gegrunzt wird. Schlecht gemacht ist diese Musik hier wahrlich nicht, aber...mhh...nee...eher anstrengend für meine Ohren. ;-) Und mich wundert es tatsächlich, dass Dir das so gut gefällt. Hätte ich jetzt nicht so wirklich als Pilly-Musik verortet.



Na ja, ich hab es ja versucht im Text aufzuzeigen dass das normlerweise eben nicht meine Spielwiese ist. Zumindest mit der Hervorhebung, dass ich mir diesbezüglich lange Zeit unsicher war. Das wird auch mit Sicherheit die Ausnahme bleiben. Mich fasziniert einfach die Zielstrebigkeit die mit der stetigen Weiterentwicklung einhergeht.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon salisbury » Samstag 27. Dezember 2025, 14:59

Oha, JINJER.

Ich hab das noch nie genauer angecheckt trotz Frontdame. Aber das gefällt mir, zumindest bis es anfängt zu schreien. Ist das wirklich dieselbe Person? Ich glaube Carpathia mag das sehr, ich erwarte die Band also auch noch im PMDECS-Game 8-)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Samstag 27. Dezember 2025, 22:36

Platz 05:
Sacrifice | Volume Six


Bild

Ein Album, dass mich in diesem Jahr auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat – mit einer Kaltschnäuzigkeit, die mir immer wieder schonungslos vor Augen führt, was mir 2025 im Metal in der Masse gefehlt hat.

16 Jahre hat sich die Band Zeit gelassen. Merkt man das dem Album an?
Ja – durch die Frische, die aus jedem einzelnen Moment spricht und unverbraucht klingt. Und Nein, denn es wirkt weder kalkuliert noch verkopft oder nach mühsam zusammengewürfelter Versatzstücke. Keine Spur von „Overthinking“-Metal. Stattdessen entlädt sich dieses Album in Windeseile, wie kaum ein anderes, dass ich in diesem Jahr gehört habe. Und das auf ganz natürliche Art und Weise.

Die erste Ansage hört auf dem Namen „Comatose“und gibt unmissverständlich die Richtung dieser angepissten Grundhaltung namens „Volume Six“ vor. Ein Song, der sofort aufhorchen lässt und klar macht, wohin dieses Album will. Den komatösen Zustand der letzten 16 Jahre hinter sich lassend – oder, wenn man so will, wie ein Phönix aus der Asche. Sucht es euch aus. Beides trifft zu.

Das Riffing: so hart, als hätte man es mit Messern aus Damast Stahl eingespielt. Brandgefährlich, wenn man nicht weiß, wie man damit umzugehen hat. Gleichzeitig reibeisentauglich genug im Ergebnis und in seiner Darbietung ausgesprochen roh.

Doch nicht nur das macht dieses Album zu einem zwingenden Erlebnis für jeden Thrash-Fan der die Grenzen zum Death Metal nicht scheut. Es ist vor allem die Frische, mit der die Band zu Werke geht – zugegeben, eine nach verbrannte Erde riechende. Aber wer will in dieser Musik schon malerische Farben und seichte Momente?

Die Songs sind einer nach dem anderen vor Ideen strotzende Biester, ohne auch nur ansatzweise das Gefühlen vermitteln, man hätte all das schon einmal gehört. Und dann diese Produktion: ein weiterer Beweis dafür, dass Thrash sich an den 80ern orientieren kann und trotzdem zu jeder Sekunde fetzen darf wie früher – ganz ohne die Regler bis zum Anschlag hochzudrehen, wie es heute so oft der Fall ist.

Eines meiner liebsten Stücke ist „Underneath Millennia“. Ein Song, der etwas vertrackter daherkommt als der Großteil des Albums, Zumindest in seiner Struktur. Rhythmisch jedoch ein festes Brett, das stellenweise fast schon proggy wirkt. Besonders. Diese wuchtigen, versatzartigen Gitarren und das durchweg gelungene Schlagzeugspiel haben es mir angetan.

Interessant ist auch, dass dieses Album bereits ganz am Anfang des Jahres ein Ausrufezeichen setzen konnte – eines, das bis heute kaum ein anderes Album auch nur annähernd erreicht hat. Und damit wären wir wieder beim Anfang: Bei einem Album, das genau jene ausdrucksstarke Konsequenz besitzt, die mir bei so vielen Veröffentlichungen gefehlt hat. Hier wird nichts angedeutet, nichts zurückgehalten. Hier wird getan und zwar gnadenlos bis zur letzten Sekunde.

Underneath Millennia
Explode
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Havoc » Sonntag 28. Dezember 2025, 01:52

Ui. Das gefällt mir richtig gut. In letzter Zeit war ich ja eh vermehrt auf einem Death Metal und auch ein wenig Thrash Metal Trip...von daher ist das wohl nicht so sehr verwunderlich. Die Musik geht gut nach vorne, wirkt sehr räudig und auch der dazu passende Gesang gefällt mir auf Anhieb wirklich gut. Und dann noch dieses hübsche Artwork. Auf jeden Fall eine sehr interessante Geschichte das! Ist nun zumindest mal auf dem Schirm. ;-)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 28. Dezember 2025, 08:48

Havoc hat geschrieben:Ui. Das gefällt mir richtig gut. In letzter Zeit war ich ja eh vermehrt auf einem Death Metal und auch ein wenig Thrash Metal Trip...von daher ist das wohl nicht so sehr verwunderlich. Die Musik geht gut nach vorne, wirkt sehr räudig und auch der dazu passende Gesang gefällt mir auf Anhieb wirklich gut. Und dann noch dieses hübsche Artwork. Auf jeden Fall eine sehr interessante Geschichte das! Ist nun zumindest mal auf dem Schirm. ;-)


Ja, das ist fein.
Das Album hat auch allgemein sehr viel positives Feedback bekommen. Rüdigers Review ist ziemlich stark zum Beispiel
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon salisbury » Sonntag 28. Dezember 2025, 12:23

SACRIFICE find ich jetzt auch nicht allzu verkehrt, zumindest nach 2-3 Liedern. Meine nicht allzu thrashigen Ohren denken ein wenig and KREATOR manchmal? In einem Review würde ich das aber nicht zementieren wollen, haha. Ich mag, dass es immer wieder Melodie gibt, ohne die Thrash für mich immer schnell langweilig wird. Auch der Sound ist ziemlich gut, alles ist krisp und klar, man wird nicht zugeballert. Mit etwas variablerem Gesang müsste ich das fast mal im Hinterkopf behalten 8-)
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 28. Dezember 2025, 19:19

SACRIFICE:
Ein wunderbares Album, das für mich auch der erste Kandidat fürs Stockerl war. Entsprechend euphorisch mein Review dazu. Im Soundcheck leider knapp Stockerl vorbeigeschrammt, weil in dem Monat nicht ganz so sehr mit Old-School-Thrashern besetzt.
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon Jakob » Sonntag 28. Dezember 2025, 23:00

Ich lese/höre hier mit, bisher keine Überschneidungen, aber das macht es umso interessanter :dafuer:
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Re: Mein musikalisches Jahr im Rückblick

Beitragvon kingdiamond » Montag 29. Dezember 2025, 03:09

Pillamyd hat geschrieben:Platz 05:
Sacrifice | Volume Six



Die hab ich zur Erscheinung mal gehört. Ist mir aktuell nichts im Kopf dazu geblieben.
Sie tauchte aber in einigen Jahres-Polls recht weit oben auf und jetzt auch noch hier bei dir. Bis eben war sie nicht nochmal in der Liste zum erneuten Reinhören. Das hat sich jetzt geändert. Die darf direkt vorm Jahreswechsel nochmal ran. :dafuer:
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