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Iron MaidenRe: Iron MaidenOh, spannend. Da sind wir in jeder Phase sehr nah beieinander. Würde wohl "Senjutsu" mit "Brave New World" tauschen. Davon abgesehen scheint das aber so zu meiner Wahrnehmung passen.
Re: Iron MaidenDie Einteilung ist beinahe richtig. Korrekt ist, chronologisch:
Di'Anno Phase: Iron Maiden Killers Absolut brillant, große Genre-Klassiker, gehören zum Besten, das Metal jemals zu bieten hatte. Bruce 80er Phase: The Number Of The Beast Piece Of Mind Powerslave Somewhere In Time Eigentlich starke Alben, jedes hat aber ein bis drei wirklich grässliche Stücke (ja, ich schaue euch an Invaders, Gangland, Quest For Fire, Sun And Steel, Die With Your Boots On, Losfer Words (Big 'orra), Flash Of The Blade... ja, und Heaven Can Wait, wobei die "Somewhere In Time" am ausgeglichendsten ist). Die orientierungslose Phase Seventh Son Of a Seventh Son Die Keyboard-Phase, in der man auch noch völlig den Biss verloren hat und jeder Song in der absoluten Mittelmäßigkeit steckenbleibt, es fehlt allen der Funke, der Iron Maiden-Songs früher so klasse gemacht hat. Hier ist von den alten IRON MAIDEN noch ungefähr so viel übrig wie auf dem Cover von Eddie. Das war wohl eigentlich als Warnung an die Fans gedacht, habe ich damals aber nicht begriffen. Ein akustisches Ärgernis. Bruce 90er Phase: No Prayer For The Dying Fear Of The Dark Die schwächste Phase mit Bruce, wäre da nicht "Seventh Son". Dabei objektiv nicht wirklich schlecht, aber eben nicht so gut wie die 80er Großtaten bis 1986. Ich finde sie belanglos, aber im Gegensatz zu "Seventh Son" tun sie nicht weh. Kann ich gut hören, ohne mich zu ärgern. 'Mother Russia' und 'Fear Of The Duck' ragen natürlich schmalzig oben raus, sind aber nun wirklich echt Maiden. Blaze Phase: Virtual I The X Factor Die zweitschwächste Phase, nur vor der "Seventh Son". Ich glaube, sie konnten es damals einfach nicht besser. Einige Lieder sind ganz gut, aber meist viel zu lang. Blaze ist kein schlechter Sänger, aber irgendwie harmoniert es nicht. Läuft eigentlich nie. Die Aufbruchzeit nach der Reunion: Brave New World Dance Of Death Gute Alben. Maiden-würdig, aber zwanzig Jahre später natürlich nicht sonderlich originell. Die "und was machen wir jetzt"-Phase: A Matter Of Life And Death The Final Frontier Man hat den Eindruck, Maiden wollte etwas experimentieren und hat mit "A Matter Of Life And Death" ihr Progwerk abgeliefert. Ich finde hier jeden Song gut, wenn das Album läuft, bin ich bei einer 8/10 mit Tendenz nach oben. Und wenn das Album zu Ende ist, habe ich keinen einzigen Song mehr im Ohr. Daraus entstand dann "The Final Frontier", da hat die Band wohl gedacht, mal sehen, ob wir nochmal so einen Mist verbocken können wie 1988, aber diesmal nicht so poppig-plump, sondern mit Bordmitteln, wir lassen einfach alles weg, was unsere vorherigen Alben interessant und spannend gemacht hat. Also gute Songs zum Beispiel. Die "kurz vor dem Ruhestand"-Phase Book Of Souls Senjutsu Nachdem sich selbst "The Final Frontier" vekaufte und die Fans nicht in Scharen weggelaufen sind, weiß die Band, dass sie machen kann, was sie will. Also: Teure 2-CD-Editionen, bei denen man sich Mühe gibt, knapp über die Spielzeit von einer CD hinauszugehen und damit mehr Geld zu machen. Obwohl jeder Hörer beide Alben problemlos zusammenkürzen könnte, was sie billiger und besser machen würde. Aber dazwischen sind durchaus starke Momente, auf beiden Scheiben gibt es tolle Songs, die an die alten Zeiten durchaus anknüpfen können. Intermezzo: Die beste Maiden-Phase ohne Steve Harris Accident Of Birth Chemical Wedding Mit Adrian Smith und Bruce Bruce zwei der drei wichtigen Maiden-Männer und vom Klang her mindestens beim "Accident", aber oft auch noch bei "Wedding" nah an Maiden. Wären es Maiden-Alben, würden sie in meiner Gunst auf Platz drei und vier der gesamten Maiden-Diskographie landen.
Re: Iron MaidenAlso, ich versuche mich halbwegs kurz zu fassen:
Ich habe natürlich alle Studioalben, da ich immer alle Studioalben kaufe, wenn ich eine Band interessant finde und die Gelegenheit habe, alle zu bekommen. Das ist bei Maiden glücklicherweise auch kein Problem, also sind sie da, und auch abseits von Studioalben ist Iron Maiden - obwohl ich gar nicht so der Mega-Fan bin und auch nie war - unterm Strich die Band, von der ich die meisten Tonträger habe (74). Dass ich nicht der riesige Fan bin, liegt zum einen daran, dass in meiner Sozialisationsphase einfach andere Bands wichtiger waren (u.a. Manowar, Accept, Helloween, U.D.O., Running Wild, Cirith Ungol, Venom, Bathory und alles, was in den Neunzigern aus Norwegen kam). Zum anderen lag es auch daran, dass ich mit gewissen Maiden-Elementen schon immer ein wenig gefremdelt habe. Das war zum einen die ab initio gelegentlich auftretende und auf manchen Alben schon ziemlich schlimme "Refrainitis maidenensis", also die Eigenschaft bisweilen einen Song zu haben, in dem sich ein 2-4-Wort-Refrain in Dauerschleife zu wiederholen scheint, und zum anderen auch der besonders in der Spätphase sehr häufige Umstand, dass ich den einen oder anderen Song doch erheblich zu langatmig finde. Trotzdem möchte ich nun kein Album missen und finde auf jedem auch Dinge, an denen ich mich erfreuen kann. Bei den Phasen, denke ich, gehe ich mit den meisten konform... wie man sie nun nennen mag... puh... Vorschlag: 1. Klassische NWoBHM-Phase mit DiAnno 1979-1981 2. Klassische "the sky is the limit"-Phase mit Dickinson 1982-1988 3. Rockige-Wildkatzen-Phase mit Dickinson 1990-1992 4. Umbruch-Phase mit Bayley 1994-1998 5. Reunion-Ära mit Dickinson seit 2000 (progressiv würde ich sie nicht nennen, nicht im Wortsinne, eher ausladend) Meine persönlichen Highlights finde ich in den Phasen 1-3. Die Phasen 4 und 5 sehe ich relativ distanziert. Die große Liebe haben nur wenige einzelne Songs auf sich ziehen können (z.B. Ghost of the Navigator). Was bei mir vielleicht anders ist, als bei den meisten, das ist, dass die Phase 3 mir mehr am Herzen liegt als die Phase 2, weil ich einfach toll finde, dass es hier weniger langatmig, dafür oft punkig-rockig zugeht und Bruce hier so herrlich feixend, fauchend, wild singt, wie nie zuvor und nie danach. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Iron MaidenDie Band kommt nächsten Sommer auch wieder nach Europa: https://www.ironmaiden.com/tour/run-for ... tour-2026/
Damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet. Ich bin davon ausgegangen, dass sich die Tour im nächsten Jahr auf Nord- und Südamerika konzentrieren wird.
Re: Iron MaidenMusic is the only religion that delivers the goods.
(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
Re: Iron MaidenDer Trailer zur Doku ist da.
https://youtu.be/hx4tJm25kgE
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