
Hier noch ein paar Worte zur "Warriors of the World", die in meinem Ranking den letzten Platz einnehmen musste. Ich habe heute das Album wieder mal angehört und das Problem sind nicht die einzelnen Songs, sondern dass das Album einfach überhaupt nicht in Fahrt kommt, keinen guten
Flow hat.
Sicher hatten Manowar auch zuvor schon Balladen, Orchestrales oder mit "The Warrior's Prayer" sogar ein Hörspiel. Aber diese Experimente, wenn man sie so nennen will, waren immer gut eingebettet in Alben die sich einfach rund anfühlten und viel Manowar-Metal enthielten.
Bei "WOTW" geht es nun los mit "Call To Arms", das zwar sicher kein herausragender Song ist, aber ein solider Opener. Mit "The Fight For Freedom" geht dann schon das Problem los. Gleich als zweites eine pianobasierte Halbballade passt nicht. Da hätte nach "Call To Arms" erst mal mit Pfund nachgelegt gehört. So, nun aber! Halt nein, doch nicht. Was ist das? "Nessun Dorma" ist natürlich aus Puccini's Oper. Sehr gut gesungen und umgesetzt. Gefällt mir. Bremst aber das Album noch mehr aus.
Was kommt nun? "Valhalla"! Oh, das muss ein Metal-Kracher sein, bei dem Namen. Doch nicht... Ist nur ein Orchesterintro mit gut 30 Sekunden. "Swords in the Wind" ist direkt anschließend eine Ballade. Gut gesungen (aber das ist ja immer klar, ne?), kommt aber an "Heart of Steel" oder "Master of the Wind" nicht ran.
"An American Trilogy" als Elvis-Cover bzw. Interpretation dreier Folk-Traditionals lässt einen dann so langsam überlegen, ob denn Metal-Fans überhaupt noch das Zielpublikum dieses Albums sein sollen.
Wer nun noch nicht eingenickt ist bekommt mit "The March" nochmal vier Minuten Orchester aus der Retorte. Als Soundtrack für einen billigen Fantasyfilm vielleicht passend, trägt es hier leider gar nichts bei.
Nun folgt der Stampfer "Warriors Of The World United". Simpel, plakativ, aber halt auch eingängig und
Metal.
Dann kommen mit "Hand of Doom", "House of Death" und "Fight Until We Die" endlich, endlich ein paar klassische Metal-Songs in Folge, auf die man bis dahin vergeblich gewartet hat.
Ich habe mir erlaubt, eine alternative Tracklist für WOTW zu erstellen und so fände ich das Album ziemlich stark. Leider müssen dort einige Songs weichen, die dann halt auf EPs oder als Single-B-Seiten besser Platz gefunden hätten. Dafür dürfte bei mir mit "The Dawn Of Battle" der starke Titelsong der gleichnamigen EP mit aufs Album:
1. Call To Arms 5:31
2. Fight Until We Die 4:03
3. Hand Of Doom 5:49
4. Valhalla 0:35 I
5. Swords In The Wind 5:20
6. House Of Death 4:25
7. Warriors Of The World United 5:51
8. The Dawn Of Battle 6:52
Das wären dann gute 38 Minuten und somit zwar deutlich kürzer als das originale "WOTW", aber immer noch länger als "Battle Hymns", "Hail To England" oder "Fighting The World".
Schade wäre es um "Nessun Dorma", aber dann wäre der Flow wieder nicht so rund wie mit der o.g. Tracklist.
Hier ist die Playlist dazu:
https://www.youtube.com/playlist?list=P ... rLo8W5iW0l