- Bedingungslose, devote Hingabe an den Produzenten und Labelboss Mr. Joey DeMaio.
- Ähnlich große Verehrung für den Coverkünstler extraordinnaire Mr. Ken Kelly.
- Der direkte Vorsatz am Ende doch alle je auf Magic Circle Music erschienenen Alben zu haben.
- Die Erinnerung, dass die Band zwar auf der Tour so gar nicht zu Manowar passte, aber am Ende ziemlich gut war.
Und ja, am Ende ist das (Label-)Debüt "Crucify The Priest" (2002) ein sehr, sehr gutes Death/Thrash-Album, dem wohl vor allem deshalb so wenig aufmerksam zuteil wurde, weil die allgemeine Szene ein Problem mit der DeMaio-Connection hatte und lieber über alles aus dem Magic-Circle-Umfeld lästerte, als es ernst zu nehmen (fragt mal Holy Hell), und dass es für die Manowar-Aficionados eben zu stilfremd, zu derb, zu modern war.
Geboten wird auf "Crucify The Priest" wirklich heftiger, doppelbassiger, massiger, dunkler Death/Thrash, allerdings mit sehr verspielten Leadgitarren und prominenten Basslicks, und bei einigen Songs auch mit dezenten, sparsam eingesetzten moderneren Elementen Flageolett, Pigsqueels (wirklich dezent!).

Das zweite (und bisher letzte) Album "World Controlled" (2006) fehlt mir selber noch, aber das ist unterwegs. Dazu schreibe ich dann noch was, wenn ich es ein paar mal gehört habe.

Wenn man sich also eine technisch feine, und gut produzierte Mischung aus Dismember, Exodus und späteren Napalm Death mit ganz dezenten Metalcore-Anflügen vorstellen mag, darf man BLUDGEON gerne mal eine Schänzchen geben:
https://www.youtube.com/watch?v=ymlSMgCtu_w
EDIT (Trivia):
- Von 1998 gibt es noch die Eigenpressung "Inner Hell", und davor gab es vier Demos.
- Wie diverse andere Bands aus dem Roaster von Magic Circle Music ist auch BLUDGEON komplett und ohne Nachricht vom Erdboden verschwunden.

Ich weiß es nimmer. Habe die aber nicht.

