Flotsam And Jetsam | Cuatro (1992)
Tracklist:1. Natural Enemies 03:35
2. Swatting At Flies 04:03
3. The Message 04:32
4. Cradle Me Now 04:04
5. Wading Through The Darkness 06:06
6. Double Zero 03:43
7. Never To Reveal 04:16
8. Forget About Heaven 04:47
9. Secret Square 05:21
10. Hypodermic Midnight Snack 03:46
11. Are You Willing 04:00
12. (Ain’t Nothing Gonna) Save This World 03:45
Wem die Produktion auf dem Vorgänger wirklich auf die Nerven geht, dürfte hier nichts zu meckern haben. Vorausgesetzt, man mag die Ausrichtung auf dem Album. Denn die ist nochmal spürbar anders.
„Cuatro“ atmet den Spirit der frühen 90er Jahre. Eine schwierige Zeit ein Album rauszubringen. Einige bis dato große Thrash Bands verändern zum ersten Mal ihre Richtung, drehen den Kompass Richtung Mainstream. Ob das der richtige Weg ist, ist Auslegungssache. Am meisten hörbar wohl in „Wading Through The Darkness“.
Jedenfalls hat die Band mit „Natural Enemies“ einen überzeugenden Einstieg. Die Band agiert sehr verspielt. Eric beweist zugleich, mit was für einer Stimme er gesegnet ist. Dieser Stimmumfang ist überragend. Wie hoch seine Range ist, dürfte hier klar werden.
„Swatting At Flies“ schlägt in die gleiche Kerbe. Wobei „The Message“ schon im Midtempo anzusiedeln ist. Der Song wurde übrigens in Zusammenarbeit mit Chris Cornell (möge er in Frieden ruhen). Ein richtiger Grower, wenn man mich fragt. Der Groove liegt eindeutig im Bass. Dieser geleitet den kompletten Song in unser Trommelfell bis es im Innenohr wohl im wahrsten Sinne des Wortes explodiert.
„Cradle Me Now“ hat die typischen Merkmale des Gesangs von Eric. Diese Eigenständigkeit zeigt sich in der Technik des Sängers. Dieses Strecken der Wörter in wirklich langen Tönen, bringt dem Gesang eine merkliche Komplexität. Das mag für den ungeübten Hörer der Band auf den ersten Hör schräg und komisch klingen. Sollte aber unbedingt gehört werden. Ein Sänger mit hohem Wiedererkennungswert.
„Secret Square“ ey. Aufstehen. Beifall klatschen.
Allgemein sollte man nicht aufhören dieses Album zu hören und es im Regal verschimmeln lassen. Dafür kann das Album definitiv viel zu viel. Es ist diesmal bloß nicht so offensichtlich. Dem Album wohnt ein Gewisses Labyrinth inne, dass es zu lösen gilt. Hat man die Mauern eingerissen, taucht man in Ebenen ein, die wundervolle Aha Momente verbreiten. Die Songs erschließen sich nach und nach. Das ein oder andere Drum Fill zaubert einem ein grinsen ins Gesicht. Die Songs brenne sich von Durchlauf zu Durchlauf ins Gedächtnis ein.
Ein wahrlich großartiger Ohrenschmaus.
Bonus:
Zum Schluss bleibt mir einen Song zu erwähnen, der auf dem Re-release von Metal Mind Production, als Bonustrack einen Platz gefunden hat. „Date With Hate“ heißt der Song. Unverständlich, dass dieser Song nur eine B-Seite ist. Absolut grandioser Song. Der Song hat Biss, Drive und einen überirdischen – ja ich wiederhole mich – Gesang. Wenn man diesen Song hört, fällt einem vielleicht auch auf, dass die Herangehensweise zu Anfang des Songs sich auf dem Album immer wieder findet. Was nicht heißen soll, dass die Song nach Schema F geschrieben wurden. Dafür ist der Song zu schnell für das Album. Man erkennt bloß, aus welcher Phase der Song stammt.
Line Up:Eric A.K. Vocals
Edward Carlson Guitars
Michael Gilbert Guitars
Jason B. Ward Bass
Kelly Smith Drums