Flotsam & Jetsam

Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Pillamyd » Dienstag 8. Juni 2021, 22:01

Havoc hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:Manchmal sind es einzelne Alben die kaum aufzutreiben sind (Darkthrone)


Hier dachte ich zuerst...häh...wieso denn das? Aber ich denke es handelt es sich hier wohl hauptsächlich um Alben der Band die ich wahrscheinlich seit Jahren im Schrank habe.


Es geht hauptsächlich um die Scheiben die es nur mit neuem Coverartwork gibt. Ich hätte gern die alten. Vor allem die "Total Death".
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Havoc » Dienstag 8. Juni 2021, 22:04

Pillamyd hat geschrieben:Es geht hauptsächlich um die Scheiben die es nur mit neuem Coverartwork gibt. Ich hätte gern die alten. Vor allem die "Total Death".


Ach so. Das könnte natürlich schwierig werden. Ja. Das von der "Total Death" ist natürlich viel besser in der alten Version.
Aber mir war es dann doch hier nicht soo wichtig. Aber verstehen kann ich das schon.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 9. Juni 2021, 12:22

Flotsam And Jetsam | Cuatro (1992)
Bild

Tracklist:
1. Natural Enemies 03:35
2. Swatting At Flies 04:03
3. The Message 04:32
4. Cradle Me Now 04:04
5. Wading Through The Darkness 06:06
6. Double Zero 03:43
7. Never To Reveal 04:16
8. Forget About Heaven 04:47
9. Secret Square 05:21
10. Hypodermic Midnight Snack 03:46
11. Are You Willing 04:00
12. (Ain’t Nothing Gonna) Save This World 03:45

Wem die Produktion auf dem Vorgänger wirklich auf die Nerven geht, dürfte hier nichts zu meckern haben. Vorausgesetzt, man mag die Ausrichtung auf dem Album. Denn die ist nochmal spürbar anders.

„Cuatro“ atmet den Spirit der frühen 90er Jahre. Eine schwierige Zeit ein Album rauszubringen. Einige bis dato große Thrash Bands verändern zum ersten Mal ihre Richtung, drehen den Kompass Richtung Mainstream. Ob das der richtige Weg ist, ist Auslegungssache. Am meisten hörbar wohl in „Wading Through The Darkness“.

Jedenfalls hat die Band mit „Natural Enemies“ einen überzeugenden Einstieg. Die Band agiert sehr verspielt. Eric beweist zugleich, mit was für einer Stimme er gesegnet ist. Dieser Stimmumfang ist überragend. Wie hoch seine Range ist, dürfte hier klar werden.

„Swatting At Flies“ schlägt in die gleiche Kerbe. Wobei „The Message“ schon im Midtempo anzusiedeln ist. Der Song wurde übrigens in Zusammenarbeit mit Chris Cornell (möge er in Frieden ruhen). Ein richtiger Grower, wenn man mich fragt. Der Groove liegt eindeutig im Bass. Dieser geleitet den kompletten Song in unser Trommelfell bis es im Innenohr wohl im wahrsten Sinne des Wortes explodiert.

„Cradle Me Now“ hat die typischen Merkmale des Gesangs von Eric. Diese Eigenständigkeit zeigt sich in der Technik des Sängers. Dieses Strecken der Wörter in wirklich langen Tönen, bringt dem Gesang eine merkliche Komplexität. Das mag für den ungeübten Hörer der Band auf den ersten Hör schräg und komisch klingen. Sollte aber unbedingt gehört werden. Ein Sänger mit hohem Wiedererkennungswert.

„Secret Square“ ey. Aufstehen. Beifall klatschen.

Allgemein sollte man nicht aufhören dieses Album zu hören und es im Regal verschimmeln lassen. Dafür kann das Album definitiv viel zu viel. Es ist diesmal bloß nicht so offensichtlich. Dem Album wohnt ein Gewisses Labyrinth inne, dass es zu lösen gilt. Hat man die Mauern eingerissen, taucht man in Ebenen ein, die wundervolle Aha Momente verbreiten. Die Songs erschließen sich nach und nach. Das ein oder andere Drum Fill zaubert einem ein grinsen ins Gesicht. Die Songs brenne sich von Durchlauf zu Durchlauf ins Gedächtnis ein.
Ein wahrlich großartiger Ohrenschmaus.

Bonus:
Zum Schluss bleibt mir einen Song zu erwähnen, der auf dem Re-release von Metal Mind Production, als Bonustrack einen Platz gefunden hat. „Date With Hate“ heißt der Song. Unverständlich, dass dieser Song nur eine B-Seite ist. Absolut grandioser Song. Der Song hat Biss, Drive und einen überirdischen – ja ich wiederhole mich – Gesang. Wenn man diesen Song hört, fällt einem vielleicht auch auf, dass die Herangehensweise zu Anfang des Songs sich auf dem Album immer wieder findet. Was nicht heißen soll, dass die Song nach Schema F geschrieben wurden. Dafür ist der Song zu schnell für das Album. Man erkennt bloß, aus welcher Phase der Song stammt.

Line Up:
Eric A.K. Vocals
Edward Carlson Guitars
Michael Gilbert Guitars
Jason B. Ward Bass
Kelly Smith Drums
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Pillamyd » Donnerstag 10. Juni 2021, 23:34

Flotsam And Jetsam | Drift (1995)
Bild

Tracklist:
1. Me 3:17
2. Empty Air 3:49
3. Pick A Window 3:47
4. 12 Year Old With A Gun 3:30
5. Missing 5:57
6. Blindside 3:35
7. Remember 3:46
8. Destructive Signs 4:55
9. Smoked Out 6:08
10. Poet’s Tell 3:57

Flotsam And Jetsam im Jahre 1995. Das ist ganz schön spannend. Nachdem vertrackten groove Monster zuvor, kann man schon gespannt sein, was die Band sich für dieses Album einfallen hat lassen. Ich sagte ja schon, dass man sich als treuer Fan schon von Album zu Album umstellen darf.

So auch hier.
„Drift“ hat meiner Meinung nach einiges zu bieten. Allen voran mal wieder Eric. Da ist so unfassbar viel Dreck in der Stimme, dass man kaum glauben mag, wenn man „Empty Air“ zum ersten Mal hört. Meine Fresse hat das Kraft. Der haut da so dermaßen in die vollen, dass ich da echt mit offenem Mund dasitze und mich freue, im Flotzi Spektrum über den Tellerrand geschielt zu haben. Ich hätte sonst etwas verpasst, sage ich euch!

Ja und musikalisch?
Da sei gesagt, bleibt der groove. Es gibt dennoch ein zwei Unterschied zu dem vorherigen Album. Es wirkt musikalisch offener und direkter. Verspielter möchte ich gar nicht sagen, denn das war „Cuatro“ auch. Hier ist es aber nicht so unscheinbar wie zuvor. Die Produktion wirkt dreckiger, ja vielleicht sogar rockiger als jemals zuvor.
„Pick A Window“ ist schon fast südstaaten Rock, aber irgendwie zieht sich das Soundtechnisch über das ganze Album und trotzdem drückt vor allem der Opener und der zweite Song „Empty Air“ der ganzen Scheibe seinen Stempel auf. Manchmal hat man das Gefühl man stünde kurz vor einem Bunjee Jump. Der Sprung an sich als Metapher für den unvergleichlichen Gesang des Herren Erics. Das Fallen, die Offenheit und Freiheit der Musik und der Rückschlag, der funkige Bass. Ja, der Bass ist auf diesem Album so vordergründig wie nie zu vor. Immer wieder blitzen hier so ideenreiche und fantastische Basslinien auf, dass es eine wahre Freude ist, dem geblubber zuzhören. Wahnsinn!

Im Großen und Ganzen ist „Drift“ ein wahrlich abwechslungsreiches und lässiges Album. Eric hat hier für meine Bedürfnisse mit die beste Gesangsleistung abgegeben, gerade weil er schon in den tieferen Regionen zugange ist. Was mir aber wieder einmal nur zeigt, was für eine Range der Kerl hat. Wer mit „Cuatro“ Probleme hat, dürfte sie hier nicht haben. Wie oben schon beschrieben, ist „Drift“ um einiges direkter in seinen Kompositionen, offener im Sound und kompakter. Unverständlich warum das Album kaum Erwähnung findet.

Line Up:
Eric A.K. Vocals
Edward Carlson Guitars
Michael Gilbert Guitars
Jason Ward Bass
Kelly David-Smith Drums
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon frankjaeger » Freitag 11. Juni 2021, 07:08

Pillamyd hat geschrieben:Unverständlich warum das Album kaum Erwähnung findet.


... zumal es mit 'Destructive Signs' den besten Flots-Song überhaupt enthält.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 11. Juni 2021, 09:58

frankjaeger hat geschrieben:
Pillamyd hat geschrieben:Unverständlich warum das Album kaum Erwähnung findet.


... zumal es mit 'Destructive Signs' den besten Flots-Song überhaupt enthält.

Oha.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Pillamyd » Freitag 11. Juni 2021, 10:12

Ja, der Song hat so einen "Planet Caravan" Vibe zu Anfang.
Mir gefällt der auch ganz gut. Ist aber nicht mein Fave. Aber bester Flots Song überhaupt. Damit hätte ich auch nicht gerechnet :grins:
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Havoc » Freitag 11. Juni 2021, 21:57

Soll jetzt gar nicht böse gemeint sein, aber in einem Voting, welche Bands über die Jahre die meisten hässlichen Coverartworks verbrochen hat könnten F&J sicherlich auch sehr weit vorne landen. Auch das der Neuen ist doch...ey....WTF!!! :grins: :jaja: :P
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon Martin van der Laan » Freitag 11. Juni 2021, 22:49

Ich wollt mich mal bei Pillamyd bedanken für die sehr schönen Würdigungen diverse FLOTSAM-Alben der... ich nenne es mal "mittleren Phase" :dafuer: Hat mich in der Tat motiviert, diese Album noch mal anzuhören, waren fast in Vergessenheit geraten bei mir, wenn ich FLOTSAM hören wollte, habe ich zuletzt immer zu "Blessing in Disguise" oder "The Cold" gegriffen.
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Re: Flotsam & Jetsam

Beitragvon mike » Freitag 11. Juni 2021, 23:48

Martin van der Laan hat geschrieben: "Blessing in Disguise"


:? :? :?
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