Ganz sicher nicht im heute dem Mainstream geläufigen Spartensinne, in der die großen Labels den NDW-Begriff zum großen PR-Ding machten, als sie den frischen Wind im Fahrwasser und Nachgang der Punk- bzw. DIY-Pop-Bewegung (bei einsetzender Keyboardmassenverfügbarkeit) kanalisierten und zunehmend wieder in Langeweile und Diskopop überführten. 100% d'accord!Holger Andrae hat geschrieben:Ich lese zwar Deinen Text, Eike, der Inhalt will sich mir nicht ganz erschließen. Weshalb? Ich lese hier zum ersten Mal einen direkten Zusammenhang zwischen NDW und Element Of Crime.
Aber halt schon als Bestandteil einer musikalischen Strömung, deren Aufbruchsstimmung als deutsches Äquivalent zur britischen New Wave gelten kann.
Und damit antwortest du dir quasi selbst:
Neue Avantgardebewegung, zwischen kaputtem Punk, eigenwilligem Kunstanspruch; dabei konventionenstürzend frisch, vorbildlos selbstgemacht; irgendwie postpunkig eben, und dabei zunehmend eingängiger.Holger Andrae hat geschrieben:Eine musikalische Nähe zu Fehlfarben, Spliff und derartigen Bands will ich gar nicht abstreiten. [...] von der Stimmung schon in Richtung Nick Cave/Neubauten
Das (zu?) Eingängige könnte Schafi evtl. abhalten, sich näher damit zu befassen, gerade wenn deutliche Punkbezüge oder andere Schroffigkeiten bei EOC fehlen.
Das Selbstbewusstsein, aus dem Englischen ins Deutsche zu wechseln, musste man sich im halt auch erstmal erspielen. Ist jetzt jedenfalls keine Musik, die so hierzulande vor 1980 hätte entstehen können. Darin sehe ich halt die neue Welle, und den Wechsel in der Sprache auch irgendwie zeitgemäß.
Serge von einer deutschen Band intoniert? Mit Wovenhandassoziation? Wäre sowas für dich ohne eine britische Strömung vorstellbar, die beispielsweise Folk/Punk/Rock-Einflüsse gemischt und Bands wie NEW MODEL ARMY hervorgebracht hat?Holger Andrae hat geschrieben: wenn ich jetzt an das sehr gelungene Köfferchen von Serge Gainsbourghs' 'Akordeon' denke, muss ich sofort an Wovenhand denken.


