05. Exodia - Hellbringer (Art Gates)

Ja, ich mag Thrash. Generisch, verfrickelt oder retro oder was auch immer angeführt wird, jederzeit gerne her damit. Exodia reihen sich in die unzählig große Riege junger Freunde der Holzhacker AG ein. Wird hier was anderes geboten? Ja und nein. Ja, weil die Gitarren und das Songwriting überzeugen. Nein, weil es generisch im Uffta-Tempo rumpelt wie bei vielen Dreschflegeln der Neuzeit.
Dennoch haben sie mich gepackt. Diese fünf Valencianer thrashen sich melodisch mit Punch und Schmackes durch ihr zweites Album „Hellbringer“. Zur Hölle ja, das ist schnell, das ist geil, das macht Laune, das Griffbrett glüht heiß und fettig, die Stimmbänder heisern sich lauthals über die formidable Riffpaella. Herrliche Thrashkeule der Iberer, deren Debüt ich ebenso wärmstens jedem Prügelfanatiker ans Herz legen kann. Thrash or be thrashed!
Wicked Seed
150% Attitude
Shout The Nations

. Gut find ich, dass die Jungs ziemlich sauber spielen. Da hatt ich beim Verb "rumpeln" ja schon deutlich mehr Angst 
. Und NEVERMORE hat Loomis!!! Wobei, die letzen drei vier Nimmermehrs fand ich auch nimmer so dolle. In den Neunzigern war das aber einer meine GROSSEN Bands! SANCTUARY fand ich immer "nur" gut, also die eine mit dem Mann drauf. Die blaue mit dem bärtigen Mann oder Zwerg oder so hat mir trotz der Farbe nie sehr gefallen. Sorry, ich bin grad zu faul, die Scheiben-Namen rauszusuchen
