firestarter hat geschrieben:Rüdiger Stehle hat geschrieben:Du scheinst beide nicht besonders zu mögen
Weit gefehlt! Fenriz finde ich in seiner Kauzigkeit und Redseligkeit sogar sehr sympathisch und den Ted kann ich zwar kaum einschätzen, könnte aber gar nichts Negatives über ihn sagen.
Oh, sorry, Missverständnis. Ich habe das "nicht mögen" nicht auf die Person, sondern nur auf den Gesang bezogen. Es singen bei Darkthrone ja alle beide mit durchaus sehr unterschiedlichen Stimmlagen. Daher die Frage.
Zu Ted ein Link zu einem Interview, das ich sehr sympathisch finde:
http://www.faceculture.tv/index.php?cnti_key=11791520 (1. Teil)
http://www.faceculture.tv/index.php?cnti_key=11791519 (2. Teil)
Den Film "The Misanthrope" kann ich übrigens nur empfehlen. Wenn dir die Kisten-Szene gefallen hat, dann könnte der insgesamt was für dich sein. Wir haben den mal im Schützenheim zu dritt angeschaut, und die anderen beiden kannten Darkthrone allenfalls vom Namen her. Aber wenn man auf eine gewisse schräge, pythoneske Art von Humor steht, dann ist dieser Film echt sehenswert.
Peter Kubaschk hat geschrieben:Ja, das ist auch diesmal so. Dieses Gerumpel, der Un-Gesang... das hat halt so viel "Charme" wie HELVETETS PORT für mich.
Okay, wenn du meinst. Ich frage mich nur gerade, wo du - im Gegensatz zu Helvetets Port - bei einem Darkthrone-Song jemals etwas gehört haben könntest, das an technischer Schwäche gelegen haben könnte. Der Ansatz Darkthrones ist schon ein deutlich anderer: Die machen sehr reduzierte und - wenn man so will - "primitive" Musik, aber technisch ist das m.E. hervorragend umgesetzt. Die wissen, was sie wollen und setzen das sehr effektiv um, während man bei Helvetets Port (die für mich zumindest einen gewissen unbeholfenen Charme haben), ganz klar merkt, wo es in der Umsetzung hapert.
Ich würde es mal so zusammenfassen: Helvetets Port haben Spaß am True Metal der truesten Form und es juckt sie nicht groß, ob das nun technische Mängel hat oder nicht. Darkthrone reduzieren den technischen Firlefanz ganz bewusst auf ein Minimum, weil sie roh und ungeschliffen klingen wollen, aber sie setzen das, was sie transportieren wollen, ohne spielerische und technische Mängel um. Dass man es trotzdem nicht mögen muss, ist völlig klar, aber der Vergleich mit Helvetets Port verkennt dann doch, dass die Herren Nagell und Skjellum mit Sicherheit technisch sehr gute Musiker sind, die jedoch eine andere Philosophie mit ihrer Musik verfolgen als mit Technik zu beeindrucken.
Die könnten auch "technisch" spielen, wenn sie wollten. Hör dir die "Soulside Journey" oder die "Goatlord" an. Die werden das nicht verlernt haben. Aber das wollen sie halt nicht, weil das ihre emotionale Einstellung zur Musik heute nicht mehr reflektiert.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38