Dann hören wir uns durch Eikes extreme Eruptionen erhabener Eiterpickel.
FUNERALIUM – Light Crisis15 Minuten dauert Eikes #1. Das wird anhand des unentzifferbaren Schriftzugs eine zähe Angelegenheit werden, so mein erster Gedanke. Ähnliche YT-Links bringen Fall Of The Idols als mögliche Checkkandidaten. Extremer Doom? Deathdoom oder Doomdeath?
Slow Motion, behäbige Drumschläge, Endzeitstimmung pur, Gitarrist schlägt ein, zwei Saiten verzerrt an. Auch nach vier Minuten tut sich nicht wirklich viel, die Saiten werden klarer angeschlagen, jetzt stirbt einer vorm Mikro. Auwehzwick, der arme Mann hat Schmerzen wie Hölle. Ab 06:17 darf der gute Schlagmann seine Snare und das Ridebecken bemühen. Blastbeat ist es nicht. Dazu röchelt der dahinsiechend geglaubte Mirkowürger ziemlich lebendig. Trotzdem, irgendwas ist ihm nicht bekommen oder er ist mit der Gesamtsituation unzufrieden. Das wird’s sein. 14 Minuten, jetzt Doublebass. Wau, und ein Gitarrensolo drübergelegt.
Fazit. Extrem öd. Das hörte ich einmal und nie wieder. Hat mit meinem songorientiertem Deathdoom der Marke Runemagick, Mourning Beloveth, Officium Triste und Co. gar nix zu tun. Weiter mit #2.
VENOM - Metal PunkAha, Punk findet Eike also doch extrem. Metal Punk, hehe. Bis jetzt zwei Songs, die meiner Defintion von extrem auch nur bedingt entsprechen. Der Song rotzt und rockt sauber ins Ohr. Dreckig speckig und viele schöne Soli werden geboten, eine Bridge, die den Song mit solierenden Gitarren gemütlich ausklingen lässt. Doch, dieses Gift wirkt schon nach dem ersten Biss.
DEATH - Spirit CrusherPuh, ich mag Schuldiner mit den frühen Alben, ab der Gefrickelphase wird’s schwerer mit unserer Beziehung. Christy (ist er doch hier?) trommelt sich mit vierzig Armen durch den Song. Die Struktur des Songs ist vielschichtig, akzentuierte Breaks und großes Gitarrenkino setzen meine Sensoren in Bewegung. Toller Song, der etwas an das Control Denied-Projekt erinnert. Die Entwicklung Deaths wäre nach meinem Empfinden interessant geworden. Eventuell extrem wie der Cynics? Spekulation, bleiben wir bei den Fakten. Alles in Butter, aber wenn Death, dann "Spritual Healing" oder die ersten beiden Scheiben. Wenn Frickeldeath, dann Atheist oder Quo Vadis oder Pavor oder…
Zu DORNENREICH und OPETH kein Kommentar, da fielen mir Worte ein, die Aussagen eines unwissenden verbitterten zynischen Scheuklappenträgers wären. Extrem ist bei beiden rein gar nix, das verwirrt mich etwas. Aber, leben und leben lassen, Schweigen ist hier Gold.
CELTIC FROST - A Dying God Coming Into Human FleshEine wegweisende Band für mich und meine Geschmacksbildung. Zerbrechliches tantramäßiges Flüstersingen wird abgelöst von fiesen Gitarren, verzerrte Vocals drüber, trotzdem versteht man den Text. Das ist richtig böse und verstörend. Selten, dass ich die Montheist in einem Rutsch höre, einzeln geht das ganz gut, der Song ist stark.
- tbc -