Th1rt3enNachdem Mustaine mit Endgame eigentlich eine richtig gute Nummer auf den Markt geschmissen hat, war ich dann doch gespannt ob die Richtung eingehalten wird.
„Th1rt3en“ also. Bis auf die komische Schreibweise ist der Titel plausibel: Album Nummer 13, Mustaine fing mit 13 Jahren an Gitarre zu spielen, er selber ist an einem 13. geboren. Warum also nicht?
Das Album hat typische Mustaine-Rausschmeißer der letzten 3 Alben. „Public Enemy No. 1“, „We The People“ oder „Never Dead“ sind solche Titel zum Beispiel. Die stilistisch eben an „Washington Is Next“, „The Scorpion“ oder „44 Minutes‘“ erinnern. Das Album besteht aber auch aus Songs die Mitte der Neunziger geschrieben worden sind und bis Dato nur als Bonustracks der „Youthanasia“ erschienen sind. So bieten „New World Order“ und „Millennium Of The Blind” schon eine gewisse Abwechslung. Ebenso „Black Swan“ der als Bonustrack der „United Abomination“ schon erschienen ist. Auch „Sudden Death“ müsste bekannt sein, da es ursprünglich für ein Computerspiel komponiert wurde.
Ob das jetzt sonderlich spannend ist in Zeiten von YouTube bleibt jedem selbst überlassen. Allerdings hat Mr. Mustaine zu der Zeit auch kein gutes Haar an seine ehemalige Plattenfirma gelassen und war kurz davor seinen Vertrag zu erfüllen. Das Album mag daher an der einen oder anderen Stelle wie ein Schnellschuss klingen.
Paradoxerweise sind gerade die älteren Songs genau die spannendsten dieses Albums und werten es auf und bringen die unbedingt nötige Abwechslung bei Megadeth. Da aber auch der ein oder andere Stinker dabei ist…
7,5/10