Jhonny hat geschrieben:Schätze ich sehr, dass du die lokalen Bands so im Blick hast und förderst, Rüdiger!
Jo, Karlsruhe ist zwar fast 200 Kilometer weg, und als Badens historische Hauptstadt prinzipiell der Dauerrivale der Württemberger (und speziell der VfB-Anhänger), aber immerhin noch Baden-Württemberg, daher "im weiteren Sinn". Aber wir haben sie bei einem lokalen Clubgig kennengelernt, sie haben bei unserem Festival gespielt, und unser Konzept beim Festival hat ja auch einen lokalen bis regionalen Schwerpunkt, ohne internationale oder nationale Bands zu vernachlässigen. Aber ist sind halt immer auch ein paar Bands aus Schwaben und/oder Baden-Württemberg dabei. Wenn ich ein Päckchen von Spitfire bekomme, ist das Poster auch gerne mal mit "KSC olé olé!" signiert... von daher ist die schwäbisch-badische Rivalität hier eher gelebte Völkerverständigung und einfach Spaß.
Für mich ist das lokale/regionale Element immer ein besonderer Faktor, der eine Rolle spielt. Natürlich muss es zunächst mal musikalisch gefallen, keine Frage, aber ich habe schon ein besonderes großes Interesse an der regionalen Szene, weil das eben auch dafür sorgt, dass vor Ort Interaktion stattfindet, dass man die Musiker immer wieder bei Gigs trifft, sich auch Kontakte oder gar Freundschaften entwickeln, die über eine "Fernbeziehung" per Mail oder Social Media und 'ne News zum neuen Album alle drei Jahre hinausgehen. Im regionalen Bereich habe ich dann auch gerne mal Bands auf dem Schirm, die rein musikalisch nicht unbedingt primäres Beutespektrum sind, aber denen man halt live immer wieder begegnet, und die einfach dazu gehören. Morbid Alcoholica, Rähs, die Taucher... die deutschpunkige Schiene ist ja normal echt nicht mein Leib-und-Magen-Menü, aber mit den Jungs ist man halt aufgewachsen, und man liebt sie...
Bei SPITFIRE ist es aber echt nicht allein oder zuvorderst der regionale Südwest-Bezug, sondern das ist einfach eine echt gute Band, die schon energisch, gut und unterhaltsam angefangen hat, aber seither mit jedem weiteren Album und jedem weiteren Gig immer noch ein bisschen besser geworden ist.
alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet.
Háv. 38