PRONG - Stuttgart

30.08.2025 | 12:48

03.08.2025, Im Wizemann

PRONG feiert den 31. Geburtstag des Albums "Cleansing".

ProngPRONG hat Anfang der Neunziger mit dem "Cleansing"-Album einen Meilenstein im Crossover geschaffen. 1994 habe ich die Band das erste Mal als Headliner auf Rock Am Ring gesehen und bei strömenden Regen abgefeiert. Noch heute dreht die Scheibe regelmäßig seine Runden in meinem Player und feierte im letzten Jahr gar ihr 30-jähriges Jubiläum. 

Aktuell nutzt die Band die Gunst der Stunde, um die Scheibe auch in Europa auf zahlreichen Festivals und in ausgesuchten Clubs zu feiern. In Stuttgart hat man hierfür den Club im Wizemann-Areal ausgewählt. Trotz Urlaubszeit und zahlreicher Festivals haben gut zweihundertfünfzig Fans an einem Sonntagabend den Weg in die Schwabenmetropole gefunden. PRONG verzichtet am heutigen Abend auf eine Vorband und ein Blick auf die Setliste verspricht dennoch eine amtliche Vollbedienung.

ProngInsgesamt neunundzwanzig Songs stehen auf dem weißen Blatt, das vor dem Mikrofonständer von Mastermind Tommy Victor auf dem Boden klebt. Neben dem kompletten "Cleansing"-Album, einschließlich der Single-B-Sides, werden auch zahlreiche Bandklassiker dargeboten. Glücklicherweise beginnt die Show bereits um 20.30 Uhr, so dass die Chancen ganz gut stehen, noch rechtzeitig ins Bett zu kommen.

Mit 'Beg To Differ' vom gleichnamigen 1990er Zweitwerk und 'Senseless Abuse' vom Debüt "Force Fed" (1988) gibt es gleich ordentlich einen vor den Latz und die New Yorker haben ganz tief in den Bandannalen gekramt. Ohne große Worte spult das Trio Song um Song ab, den meisten Anklang finden die Songs vom "Cleansing"-Album beim Publikum. Bei 'No Question' bildet sich schon recht früh der erste Moshpit im Publikum und 'Broken Peace' zerstört den Wizemann-Club komplett. In bester Hardcore-Manier prügelt man den Song 'Disbelief' runter.

ProngEs ist schon ein paar Jahre her, seit ich PRONG das letzte Mal live gesehen habe. 2003 war PRONG damals gemeinsam mit ANTHRAX auf Tour und ich war im alten Substage in Karlsruhe am Start. Außer Frontmann Tommy Victor ist von der damaligen Besetzung niemand mehr mit an Bord. Immerhin ist Bassist Jason Bittner schon seit 2011 in der Band, zuletzt ist 2024 Drummer Tyler Bogliole dazugekommen. Die Jungs haben Bock und liefern einen ordentlichen Job ab und auch die Songauswahl lässt keine Wünsche offen.

Besonders erwähnenswert finde ich die Stücke 'Lost And Found', 'Whose Fist Is This Anyway' und 'Snap Your Fingers, Snap Your Neck'. Die knapp zwei Stunden vergehen wie im Flug und am Ende blickt man nur in zufriedene Gesichter. Nach der Show kommen die Jungs noch raus in den Biergarten und zeigen sich absolut Fan-nah. Ein rundum gelungener Abend.

Setliste: Beg To Differ; Senseless Abuse; One Outnumbered; Unfortunately; Out Of This Misery; Corpus Delicti; No Question; Broken Peace; Home Rule; Test; The Descent; For Dear Life; Disbelief; Ultimate Authority; Eternal Heat; Sublime; Not Of This Earth; Prove You Wrong; Unconditional; Lost And Found; Freezer Burn; Cut-Rate; Rude Awakening; Revenge...Best Served Cold; Inheritance; Another Worldly Device; Whose Fist Is This Anyway; Snap Your Fingers, Snap Your Neck; Zugabe: However It May End

Text und Photo Credit: Frank Hameister

Redakteur:
Frank Hameister

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