TRIUMPHER - Piercing The Heart Of The World
Mehr über Triumpher
- Genre:
- Epic Heavy Metal
- ∅-Note:
- 10.00
- Label:
- No Remorse Records
- Release:
- 06.03.2026
- Black Blood
- Destroyer
- The Mountain Throne
- Ithaca (Return Of The Eternal King)
- Vaults Of Immortals
- The Flaming Sword
- Erynies
- Naus Apidalia
Epic Metal 2.0!
Eigentümer von No Remorse Records möchte man dieser Tage gerne sein, da es ganz so scheint, als habe sich die lange und sehr intensive Arbeit im Underground inzwischen ausgezahlt und die richtigen Pferde sind in den eigenen Stall gewandert. Aber wen wundert es, wenn die künftigen Preisträger eigentlich vor der eigenen Haustüre nur darauf warten, endlich entdeckt zu werden?
Nach dem fantastischen LEATHERHEAD-Zweitling, der auf diesen Seiten völlig zu recht als ALbum des Monats ausgezeichnet wurde, macht sich die neue Scheibe von TRIUMPHER auf, es den Landsmännern nur vier Wochen später gleichzutun und eine weitere Lanze für hellenischen Heavy Metal zu brechen. Bereits die vorangegangenen beiden Platten strahlten etwas unbeschreiblich Majestätisches aus und machten die Band zu einem der heißesten Acts des internationalen Classic-Metal-Undergrounds. Nun geht die Truppe in die berüchtigte Make-it-or-break-it-Phase über und ist selbstredend daran interessiert, den Triumphzug fortzusetzen. Und ganz ehrlich: Könnte eine Scheibe dazu besser geeignet sein als "Piercing The Heart Of The World"?
Nach dem tragischen Ende von MANILLA ROAD hat es keine Band mehr geschafft, auch nur annähernd in den epischen Kosmos vorzudringen, den Mark Shelton und seine Kollegen seinerzeit geöffnet und gepflegt haben. Zwar ranken sich Gerüchte, dass ein gewisser Joey DeMaio seit mehr als zwanzig Jahren eher krampfhaft versucht, das Vermächtnis seiner eigenen Kapelle und deren Werdegang wieder zu rehabilitieren, allerdings scheint dies alles Nonsens gegen die herausragenden Hymnen, die TRIUMPHER auf Album Nr. 3 geparkt hat.
Vielleicht ist Frontmann Mars Triumph kein zweiter Eric Adams, womöglich kann man hier und dort auch mal darüber sprechen, inwieweit die acht neuen Kompositionen originell sind, aber wenn man beginnt, das Haar in der Suppe einer Veröffentlichung zusuchen, die eigentlich nur Gourmetware bietet, ist man hier sowieso an der falschen Stelle. Stattdessen sollte man lieber feiern, feiern wie die Erhabenheit mancher VIRGIN STEELE-Werke wieder ins Gedächtnis zurückkommt, wie man die letzten drei Dekaden im Dasein von MANOWAR ad absurdum führt, wie man CIRITH UNGOL und eben MANILLA ROAD huldigt und mit Respekt überhäuft, während man ganz nebenbei eine Hymne nach der anderen ins Rennen schickt und in Gedanken schon jetzt den monströsen Chor nachempfindet, der hoffentlich schon bald durch die Tauberfrankenhalle schallen wird.
Es sind monumentale Events wie 'Naus Apidalia' und 'The Mountain Throne', die einem die Freudentränen in die Augen treiben, grandiose US-Metal-Hommages wie 'Black Blood' und 'Destroyer', zu denen man die Faust unablässig reckt und unfassbar magische Halbballaden wie 'Ithaca (Return Of The Eternal King)' und 'The Flaming Sword', die einem die Gänsehaut ganz tief in den Nacken treiben und sie dort auch eine gefühlte Ewigkeit verweilen lassen: Verdammt, ist das stark! Und verdammt will ich sein, wenn dieses Album nicht völlig durch die Decke geht.
Gemeinsam mit "Violent Horror Stories" von LEATHERHEAD ist "Piercing The Heart Of The World" ein heißer Anwärter auf das Album des Jahres im klassischen Heavy Metal - und das behaupte ich bereits im ersten Quartal des Kalenders. Diesen künftigen Klassiker kann man nicht nur haben, man muss ihn haben!
- Note:
- 10.00
- Redakteur:
- Björn Backes


