THE 3RD AND THE MORTAL - The 3rd And The Mortal
Mehr über The 3rd And The Mortal
- Genre:
- Doom, Alternative
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Darkness Shall Rise Productions
- Release:
- 10.09.2025
- Grevinnens bønn
- Autopoema
- Ring Of Fire
- Death Hymn
Finally! Das Demo als offizielle Veröffentlichung! Must have!
Als die Meldung kam, THE 3RD AND THE MORTAL würde sich mit Original-Sängerin Kari Rueslåtten reformieren, um den 30. Geburtstag ihres Fabelalbums "Tears Laid In Earth" zu zelebrieren, erfüllte mich diese Nachricht mit großer Freude. So sehr ich auch die nachfolgenden Werke mit Ann-Mari Edvardsen am Mikro mag und so sehr ich Karis Soloalbum schätze, nichts geht mir so nah, wie die gemeinsame Musik der Norweger. Leider ist aus dieser erneuten Kollaboration noch keine neue Musik entstanden, aber immerhin gibt es jetzt erstmals das 1993er Demo als offizielle Veröffentlichung in Silber und auf Kautschuk. Lange überfällig und natürlich auch heute mit begeisterten Ohren goutiert. Aber langsam mit den euphorischen Gäulen.
Wer sich ein kleines bisschen mit der Musik der Band auskennt, weiß, welche Emotionen die Klangfolgen auslösen können. Bereits in der Frühphase im Jahr 1993 war dies in den drei Songs des Demos so zu erkennen. 'Grevinnens bønn' und 'Ring Of Fire' finden wir später in überarbeiteten Versionen auf der ersten EP namens "Sorrow" und 'Death Hymn' auf dem oben erwähnten ersten Lonplayer wieder, während das hier nun mitveröffentlichte 'Autopoema' überhaupt erstmalig auf "Tears Laid In Earth" in Erscheinung tritt, weil die Band es damals stilistisch nicht passend für das Demo fand. Woher ich das weiß? Aus dem informativen Interview im Booklet der Neuauflage. Ihr seht also, value for money, denn diese kleinen Details liebt man als Fan doch.
Aber zurück zur Musik. Neu gemastered von Patrick Engel, klingen die über 30 Jahre alten Nummern wundervoll klar, schwermütig und gleichzeitig schwebend. Die außergewöhnliche Kombination aus diesen triefenden Riff-Kaskaden und dem teils zerbrechlichen Gesang von Kari ergeben einen Musik-Kosmos, der wohl bis heute einzigartig zu nennen sein dürfte.
Vor allem die nebeligen Notenwände von 'Death Hymn' erzeugen eine beinahe sakrale Stimmung und ich weiß tatsächlich nicht, welche der beiden Fassungen ich mehr schätze. Diese hier ist allein aufgrund des Demo-Charakters noch organischer als die mächtig drückende Fassung auf "Tears Laid In Earth". Auch mein heiß geliebtes 'Autopoema' klingt in seiner Demo-Version deutlich rustikaler und beinahe noch melancholischer als die Album-Version.
Ergo: Muss man kennen!
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Holger Andrae


