STATE OF ILLUSION - Pluto's Ghost
Mehr über State Of Illusion
- Genre:
- Modern Progressive
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- 212 Records
- Release:
- 17.04.2026
- Intro
- Deja Vu
- Yet So Far
- Starlight
- Wasted Life
- Heal The Heartache
- Along The Way
- Enough
- Crashing Down
- Artificial Paradise
- Rain
- Home
- Death Is Not The End
Weltschmerz, in Stahl gegossen.
Auch wenn die Band STATE OF ILLUSION bisher weder POWERMETAL.de noch mich persönlich erreicht hat, gibt es die Formation aus dem US-Bundesstaat South Carolina schon seit über 20 Jahren. Das neueste Projekt des Quintetts um den Sänger und Haupt-Songschreiber Jacob Porter ist das Konzeptalbum "Pluto's Ghost", das sich mit negativen Gefühlen wie Isolation, Verletzlichkeit und Verlusterfahrungen, aber auch mit Widerständigkeit befasst.
Die Musik stellt sich als eine eigenwillige Kombination aus progressivem und alternativem Rock und Metal dar, die auch gelegentliche Grenzüberschreitungen zum Pop nicht scheut, dabei jedoch einen erstaunlich stimmigen Sound hervorbringt. Exemplarisch ist das Aufeinandertreffen von schroffen Gitarrenriffs und Synthesizer in 'Yet So Far' nachzuhören.
Dass der von Jacob Porter geschriebenen und produzierten Musik dieser Spagat gelingt, liegt zu einem beträchtlichem Teil auch am Sänger Jacob Porter, der zwar nicht die größte stimmliche Bandbreite hat, aber mit seinem Gesang verschiedene Stimmungen und Emotionen auszudrücken vermag ('Enough' als Anspieltipp) und vor allem in hoher Tonlage eine besondere Ausdrucksstärke an den Tag legt. Außerdem lässt er sich in Rock, Metal und Pop mit ebenso großer Selbstverständlichkeit vernehmen wie in Nebensträngen, etwa Alternative oder Post Rock. Dabei scheint die Stimme phasenweise eine leichte Verzerrung verpasst bekommen zu haben wie die Instrumente.
Trotz der vielseitigen stilistischen Ausrichtung und des modernen Klangbildes ist die Musik überraschend melodisch. Neben wuchtigen Kraftpaketen wie 'Wasted Life' oder 'Artificial Paradise' und Ruhepunkten wie 'Rain' oder der Pianoballade 'Home' finden sich auch Nummern, die unabhängig vom Härtegrad einfach durch ihre Kompositionen wirken, hier seien vor allem 'Heal The Heartache' oder das erwähnte 'Enough' genannt.
Auf einem Album, das unglückliche Gefühle und Erlebnisse behandelt, besteht für die Band die Gefahr, in Wehleidigkeit und Selbstmitleid abzudriften, was uns Kinder der Achtziger ein paar Jahre später an einigen Stücken im Grunge irritiert hat. Dieser Klippe nähert sich auch STATE OF ILLUSION auf 'Pluto's Ghost' in einigen Momenten, stürzt sie aber nicht hinab.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Stefan Kayser


