PAGAN ALTAR - Mythical & Magical (Re-Release 2026)
Mehr über Pagan Altar
- Genre:
- Heavy Metal / Doom Metal / Folk Rock
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Dying Victims Productions
- Release:
- 27.02.2026
- Samhein
- The Cry Of The Banshee
- The Crowman
- Daimoni Na Hoiche
- The Sorcerer
- The Flight Of The Witch Queen
- Dance Of The Druids
- The Erl King
- The Witches Pathway
- Sharnie
- The Rising Of The Dark Lord
Banshees, Hexen, Zauberer und der Erlkönig.
Einen Monat nach "Lords Of Hypocrisy" folgt nun eine Neuausgabe von "Mythical & Magical", dem ursprünglich 2006 veröffentlichten Album von PAGAN ALTAR. Der bei Dying Victims erscheinende Re-Release ist als CD und Doppel-LP in verschiedenen Vinylfärbungen erhältlich, wobei allerdings das 'Intro' fehlt.
Wie auch bei anderen Alben nutzte die Band Stücke, die schon etwa zur Zeit ihrer ersten Phase, die noch weitgehend ohne Veröffentlichungen geblieben ist, entstanden sind, und zwar laut Labelinfo von 1977 bis 1983. Auf "Mythical & Magical" löste sich PAGAN ALTAR ein wenig vom typischen Doom-Metal-Sound. Teilweise lässt man noch die E-Gitarre krachen, vereinzelt geht es aber auch in Richtung Folk Rock. Keyboards und weibliche Hintergrundstimmen machen die Scheibe etwas gefälliger.
Das Album steigt mit den beiden dramatischen Heavy-Rock Nummern 'Samhein' und 'The Cry Of The Banshee' ein, die eine charakteristische verspielte Darbietung der Gitarre hören lassen. 'The Crowman' zeigt dagegen eine stärkere Folk-Tendenz und erinnert mich stellenweise an JETHRO TULL. Vor allem das verträumte, teilweise akustische 'The Erl King' (Ja, es geht um den aus Goethes Gedicht bekannten Erlkönig.) folgt dieser Richtung. Beim verspielten Gitarrensolo geht mir seit dem ersten Durchlauf die Folkrockseite von WISHBONE ASH in den Siebzigern durch den Kopf. Die deutlichste metallische Ausprägung hingegen ist bei 'The Witches Pathway' auszumachen.
Als Höhepunkte des Albums können die etwas längeren Nummern gelten, die dem Einfallsreichtum von PAGAN ALTAR mehr Raum geben und verschiedene stilistische Schwerpunkte verbinden: Den intensiven und stimmungsvollen Siebenminüter 'The Sorcerer' könnte ich mir in der zweiten Phase von BLACK SABBATH mit dem unvergessenen Ronnie James Dio vorstellen. 'Dance Of The Druids' verbindet ruhige, gelassene, beinahe elegante Abschnitte mit strammen Rockattacken, bevor im abschließenden 'The Rising Of The Dark Lord' die Gitarrenkünste des Alan Jones einen großen Auftritt vor allem im schwermetallischem Sektor haben.
Die vorliegende Neuveröffentlichung macht auf Tonträgern ein besonderes Album einer Band wieder zugänglich, die sich keiner stilistischen Erwartungshaltung unterwirft, sondern auf diesem Opus besonders deutlich ihre musikalischen Ideen entwickelt und ihre Individualität hochhält.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Stefan Kayser


