MAMMON'S THRONE - My Body To The Worms
Mehr über Mammon's Throne
- Genre:
- Doom Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Hammerheart Records
- Release:
- 13.03.2026
- Senseless Death
- Clandestine Unholy Rites
- Elixir
- Every Day More Sickened
- At The Threshold Of Eternity
- An Angel's Grace
- Departed
Grandioser Doom, grandiose Epik!
Ausladende Interludien gehören bei MAMMON'S THRONE offenbar zum großflächigen Konzept und müssen dementsprechend wohl auch akzeptiert werden. Allerdings dienen sie, zumindest auf dem aktuellen Silberling des australischen Proto-Doom-Projekts, nicht gerade dem epischen Fluss des Gesamtwerkes, sondern entwickeln sich zu einem wiederkehrenden Störfaktor, den man auf Dauer gerne auch mal überspringen mag, um sich an die wahren Schätze von "My Body To The Worms" heranzuwagen.
Denn reduziert man die Platte um die beiden Zwischensequenzen ('Clandestine Unholy Rites', 'At The Threshold Of Eternity') und betrachtet auch das eher kompakte 'Elixir' lediglich als netten Heavy-Metal-Song, dem es aber an diesem erhabenen Feeling fehlt, das MAMMON'S THRONE an anderer Stelle produziert, entpuppt sich das neue Album als angriffslustiges Schlachtschiff zwischen melodischem, aber doch verschlepptem Death Metal, ausladended arrangiertem Epic Metal und klassischem Doom, das auf seiner Mission definitiv keine Gefangenen macht. Bereits der überlange Opener 'Senseless Death' demonstriert die großen Ambitionen des australischen Ensembles und bäumt sich mit majestätischem Riffing, grandiosen Harmonien und interessantem, sehr abwechslungsreichem Gesang schon in monströse Höhen auf. Getoppt wird das Ganze kurz darauf noch vom monumentalen, ja einfach fantastischen 'Every Day More Sickened', dessen heroisches Feeling im ständigen Kontrast zu den wiederholten aggressiven Offensiven steht und sich als brachiale Variante zu CIRITH UNGOL einen Namen macht. Was für ein tolles Stück Musik!
Und die Herren von Down Under lassen nicht locker und steuern mit 'An Angel's Grace' und 'Departed' zwei weitere Schmuckstücke nach, die sich wunderbar in die Tradition dieser leuchtenden Doom-Granaten stellen und "My Body To The Worms" zu einem mehr als würdevollen Abschluss bringen. Davon kann man schließlich nicht genug bekommen! Genau deshalb ist dieses Album grundsätzlich ein Kandidat für eine zweistellige Bewertung, die jedoch hier nicht stattfindet, weil die genannten Zwischensequenzen Fahrt herausnehmen und der ausufernden Epik im Wege stehen.
Trotzdem müssen Doom-Jünger mit Vorliebe für etwas heftigere Klänge hier blind zugreifen, denn in den vier Longtracks ist "My Body To The Worms" in der Tat eine echte Wucht, die man nie mehr missen mag. Wow!
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Björn Backes


