IN AETERNUM - ...Of Death And Fire
Mehr über In Aeternum
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 9.50
- Label:
- Soulseller Records
- Release:
- 06.02.2026
- Danse Macabre
- Beneath The Darkened Tomb
- The Day Of Wrath
- Spirits Of The Dead
- Mortuary Cult
- The Vile God Of Slime
- Bow To None
- De Profundis
- Goddess Of Abominations
- The Hourglass
- To Those Who Have Rode On
Ein nicht mehr für möglich gehaltener Meilenstein zum völlig überraschenden Comeback!
Eigentlich kann es keine Zufälle geben: Beim Neusortieren meiner Plattensammlung bin ich zuletzt noch einmal auf das IN AETERNUM-Debüt "Forever Blasphemy" gestoßen, welches ohne jeden Zweifel zu den absoluten Meisterwerken des Spätneunziger-Death-Metals gehört, aber dennoch nicht die Reputation derjenigen Alben mitbringt, die zu Beginn dieser Dekade in Schweden entstanden sind. Kurz vor der Jahrtausendwende hat das Trio hier einen echten Meilenstein gesetzt, an dem sich die Truppe bis heute messen lassen muss.
Leider jedoch haben sich die Skandinavier im Laufe der Zeit extrem rar gemacht und nach dem vierten Full-Length-Release "Dawn Of A New Aeon" (2005) eine längere Studiopause eingelegt, die lediglich durch die Arbeiten an zwei weiteren EPs unterbrochen wurde. Mit Blick zurück kann man vielleicht auch sagen, dass eine Auszeit sinnvoll erschienen war, denn qualitativ hat IN AETERNUM sicherlich nachgelassen und die Qualitäten der ersten beiden Platten nicht mehr erreicht, doch infolgedessen nahezu komplett in den Sack zu hauen, konnte irgendwie auch nicht die richtige Lösung sein. Daher noch mal zurück zu den eingangs erwähnten Zufällen, die so zufällig womöglich gar nicht sind. Denn just in diesem Moment kommt die Band in der Besetzung ihres letzten kompletten Albums wieder mit neuem Stoff um die Ecke und schließt endlich eine Lücke, die man nie wieder aufreißen lässt - vor allem wenn man das grandiose Geschoss als Maßstab nimmt, dass die drei Nordeuropäer hier zusammengestellt haben!
"...Of Death And Fire" knüpft nämlich - und da lehnt man sich nicht zu weit aus dem Fenster - an jene Glanztaten an, mit denen sich IN AETERNUM 1999 umgehend einen Namen in der internationalen Death-Metal-Szene gemacht hat. Die Songs sind extrem bösartig, die grooven wie Hölle, bringen letztlich eine Brachialität mit, die selbst einzelne Parts von "Forever Blasphemy" übertreffen, überzeugen auf der anderen Seite aber auch mit bärenstarkem Handwerk, sowohl im Rhythmus- als auch im Gitarrenbereich.
Die gelegentlichen Soli sind schier überwältigend, die thrashigen Szenarien werden mit Hingabe dargeboten, die schmutzigen Blasts kommen mit größtmöglicher Überzeugungskraft. Packt man schließlich noch die hervorragenden Growls hinzu, fragt man sich, was David Larsson und seine Mannen in den vergangenen zwei Dekaden davon abgehalten hat, sich musikalisch derart vergnügt auszutoben, wie es auf "...Of Death And Fire" der Fall ist. Zwar sind alle drei Musiker in unterschiedlichen Acts und Projekten aktiv gewesen, doch erst in dieser Kombination scheinen sie zu absoluten Höchstleistungen fähig. Das ist umso erfreulicher, weil man IN AETERNUM eigentlich schon längst abgeschrieben hatte.
Doch die neue Platte ist eines der wenigen Beispiele von 'All Killer, No Filler', eine Ansammlung von bestialischen, infernalen Todesblei-Attacken auf allerhöchstem Niveau und finsteren Mörteleien, die auch so manchen Black-Metal-Genießer wieder zurück in die (alte) Schule bringt. Das hätte man nie und nimmer für möglich gehalten, der Band irgendwie auch nicht zugetraut, doch gerade das macht den Release von "...Of Death And Fire" noch erfreulicher.
IN AETERNUM hat das Pendant zum grandiosen Debüt 27 Jahre später gefunden und mit unwiderstehlicher Leidenschaft eingetrümmert. Ist das geil! Ja Mensch, ist das geil!
- Note:
- 9.50
- Redakteur:
- Björn Backes


