HEIR CORPSE ONE - Destination: Domination
Mehr über Heir Corpse One
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Emanzipation Productions
- Release:
- 06.02.2026
- Destination: Domination
- Undeath From Above
- Reaping Human Harvest
- Shelter In The Darkness
- Well Of Blood
- Thresher
- Mechanisms Of Mortality
- Motordead
- The Last Supper
- Undead Nation
Johansson-Death der besonderen Klasse.
Sollte jemals der absurde Gedanke aufkommen, dass Death Metal und Klimawandel gewissermaßen eine engere Partnerschaft aufweisen, wäre es sicher nicht vermessen, Rogga Johansson als einen der größten Umweltsünder auf die Anklagebank zu bringen - aber all das natürlich nur für den rein hypothetischen Fall. Der schwedische Musiker hat alleine im letzten halben Jahr mehr Platten veröffentlicht als ein großer Prozentsatz ähnlich interessierter Kollegen in ihrer gesamten Laufbahn.
Auch anno 2026 hört der allgegenwärtige Künstler nicht auf, seine unzähligen Projekte weiter anzukurbeln und mit unterschiedlichsten Interpretationen des Old-School-Todesbleis die Materialschlacht weiter anzufeuern. Denn klar ist: Möchte man jeden Tonträger, an dem Johansson in den vergangenen drei Dekaden beteiligt war, ins Regal stellen, muss man inzwischen wohl auch einen vierstelligen Betrag investieren.
Lösen wir uns nun aber lieber wieder von allen fadenscheinigen Theorien und den dazu passenden Irrungen und Wirrungen, finden wir uns auf "Destination: Domination" sofort wieder in vertrauter Umgebung wieder und genießen derbes Geknüppel inspirativ älteren Jahrgangs, vermischt mit einer Reihe von infernalen Attacken, in denen der Skandinavier mal so richtig den Knüppel aus dem Sack lässt. Das ist zumindest ein ganz dezentes Alleinstellungsmerkmal zu den vielen anderen Projekten, die der Mastermind parallel pflegt.
Natürlich gibt es bei HEIR CORPSE ONE auch den typischen Elchtod-Groove zu hören, und gerade zu Beginn macht sich Johansson nicht sonderlich viel Mühe, diesem speziellen Projekt ein charakteristisches, eigenes Profil zu geben. Doch mit wachsender Spieldauer setzt es immer mehr furiose Attacken im Stile älterer HYPOCRISY-Releases, die mit großer Freude und auch der entsprechenden Begeisterung aufgenommen werden. 'Thresher', 'Reaping Human Harvest' und 'Motordead' heißen letztendlich die Granaten einer Platte, die vielleicht nicht mit allen Facetten und allumfassend ballern mag, die aber genügend exquisiten Stoff im Angebot hat, um die Investitionsempfehlung locker von der Zunge gehen zu lassen.
Da "Destination: Domination" zudem erstaunlich abwechslungsreich ausgefallen ist, liegt der Wunsch ohnehin nahe, dass HEIR CORPSE ONE eine der Bands bleiben wird, der Johansson auch künftig mehr Aufmerksamkeit schenken mag. Dann gerne auch mit etwas mehr Detailschärfe beim erneut ziemlich trashigen Artwork...
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


